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5 Regeln fürs Networking

Soziale Netzwerke: Fünf neue goldene Regeln für professionelles Networking

Zu fast keinem anderen Thema ist in den letzten fünfzehn Jahren mehr Managementliteratur entstanden als über den Aufbau von Kontakten und deren Umwandlung in tragfähige Beziehungen. Fast könnte der Eindruck entstehen, menschliche Interaktion zur gegenseitigen Förderung der Interessen aller Beteiligten sei wichtiger als Betriebswirtschaft, Management, Vertrieb und alle anderen Disziplinen des täglichen Business.

Und vielleicht stimmt das sogar. Denn schließlich ist jeder positive und unmittelbare Kontakt auch eine Möglichkeit, sich selbst und / oder sein Unternehmen positiv darzustellen und in guter Erinnerung zu bleiben – zumal dann, wenn die Begegnung von gegenseitigem Nutzen geprägt ist, Mehrwerte entstehen. Heerscharen von Business-Trainern und Buchautoren nehmen das Thema auf, nennen es Networking, Relating, Seilschaften knüpfen, Beziehungsmanagement oder Selbstvermarktung. Sie betrachten das Thema unter den Aspekten Vertrieb (Vetrieb Definition) – daher kommt auch der Verkäufer-Spruch „Kontakt ist Kontrakt“ – Marketing, Karriereförderung oder Mitarbeiterführung. Networking scheint also überall gefragt. Soweit der erste Eindruck.

Heute heißen Kontakte „Freunde“, „Follower“ oder „Supporter“

Bei näherem Hinsehen hat sich aber sehr vieles verändert. Ursache sind XING, Facebook, Twitter, LinkedIn und all die anderen sozialen Netzwerke, in denen sich Menschen schnell und unkompliziert darstellen und Inhalte teilen können. Immer mehr Menschen sind in sozialen Netzwerken unterwegs – und dank Smartphone und mobilem Internet auch zu jederzeit. Das Ergebnis: Unendlich viele Informationen, Statusmeldungen und Mitteilungen – darunter auch vieles, was eigentlich niemand wissen braucht – und eine große Menge an Kontakten. Eine größere Menge an Kontakten, die die „Netzwerker der alten Schule“ so niemals hätten gewinnen, geschweige denn verwalten können. Heute heißen die Kontakte eben „Freunde“, „Follower“ oder „Supporter“. Wer auf XING oder Facebook heute rund 500 Kontakte beziehungsweise Freunde hat, wird davon im realen Leben vielleicht der Hälfte einmal begegnet sein. Eine echte Beziehung aus alten Schultagen, aus dem Arbeitskollegenkreis oder aus dem Sportverein besteht in der Regel zu nicht mehr als 20 Prozent der virtuellen Visitenkarten. Damit sinkt die Schwelle. Netzwerken ist einfacher, schneller und unkomplizierter geworden. Der „Like-Button“ oder die Kontaktanfrage ist schnell betätigt. Was früher nur im Rahmen von Veranstaltungen möglich war und erst rund zehn Minuten Small-Talks bedurfte geht heute in Sekundenschnelle – der virtuelle Austausch der Visitenkarte. Das ist der eigentliche Wert von XING, Facebook und Co.

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Tipp 1: Aussagekräftige und pointierte Profile

Tipp 2: Klare Positionierung in Botschaften und Themen
Tipp 3: Online finden – offline binden
Tipp 4: Halten, was das Online-Profil verspricht
Tipp 5:  Der Beziehung Zeit und Raum geben
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Doch es gibt eine andere Seite. Die Visitenkarte wird entwertet. Wo früher jeder einzelne Kontakt mit kleinen Aufmerksamkeiten oder Informationen auch einzeln gepflegt werden musste, wird heute versucht, ganze Gruppen gleichzeitig zu bedienen. Die Hürde, zu einzelnen Menschen eine wirkliche Beziehung aufzubauen ist eher gestiegen. Zu viele Optionen, zu unterschiedliche Interessen, zu wenig Strategie im Kontakt- und Beziehungsmanagement. Gerade bei diesem Punkt gelten die „Regeln der alten Netzwerkschule“ noch: Networking erfordert eine Strategie. Das bloße Sammeln von Kontakten reicht eben nicht aus. Das neue Modell heißt „online finden – offline binden“. Fünf alte Netzwerk-Regeln gilt es zu modifizieren und zu modernisieren und in das digitale Zeitalter zu übertragen. Auch wenn der Business-Club, der Sportverein und die Abendveranstaltung noch lange nicht ausgedient haben, um effektiv Kontakte zu generieren, so hat sich doch deren Bedeutung gewandelt. Hier findet meist nicht mehr der Erst-, sondern der Zweitkontakt statt.

Profi-Netzwerker denken um. Sie nutzen soziale Online-Plattformen um niedrigschwellig anzubahnen, dann aber möglichst schnell auf eine persönliche Basis zu kommen. Die Chancen sind aber gering, wenn die Strategie fehlt. Sich mal eben treffen, weil man sich auf XING verbunden hat, wird eher als aufdringlich empfunden. Es muss also trotz Facebook und Co. noch immer in einen Kontakt investiert werden. Da aber sehr viele Informationen vorhanden sind, weiß der Profi schon viel mehr über sein Pendant als je zuvor, insbesondere dann, wenn er die Informationen mehrerer Plattformen auswertet. Die Fotos aus Instagram, die Statusmeldungen und Likes von Facebook, die Kontakte des Kontakts aus XING und die Links aus Twitter ergeben ein Gesamtbild, dass sich vor zehn, fünfzehn Jahren selbst nach fünf Jahren intensiver Freundschaft nicht ergeben hätte. Der Netzwerker startet also heute mit einem deutlichen Informationsvorsprung. Und da er ja ähnlich aktiv ist in sozialen Netzwerken, gibt er seinem Gegenüber genau die gleiche Chance. Nähe – und die obligatorische Suche nach Gemeinsamkeiten sowie gemeinsamen Interessen – ist also wesentliche leichter zu erreichen.

Ausgehend von diesen Entwicklungen und Gedanken sollten Profi- Networker folgende fünf Tipps umsetzen:


 


 

Soziale Netzwerke
Networking
XING
Profi
Visitenkarte
Beziehungsmanagement
Abendveranstaltung
Networking
Statusmeldung

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