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Elektromobilität

Neues Elektroauto in Aachen präsentiert

Ein neuartiges Elektrofahrzeug und die ersten Ladestationen im öffentlichen Raum sind in Aachen vorgestellt worden.

Flink und flexibel, leise und emissionsfrei ist die mia, ein neu entwickeltes Stadtauto mit reinem Elektroantrieb. Ihr Energieverbrauch ist zwar gering, doch auch sie muss regelmäßig zum Laden ans Netz angeschlossen werden. Dies wird in Aachen demnächst ganz einfach in der Innenstadt möglich sein, während Fahrer oder Fahrerin beispielsweise einkaufen geht. Acht neue Ladestationen werden an zentral gelegenen Standorten errichtet und bieten Lademöglichkeiten für zwei Autos und zwei bis vier Roller.

„Politik und Verwaltung fördern umweltfreundliche und zukunftssichere Elektromobilität in Aachen. Elektrofahrzeuge brauchen vor allem zu Hause, am Arbeitsplatz und an Bahnhöfen Lademöglichkeiten – und einige auch im öffentlichen Straßenraum. Damit sammeln wir ab jetzt Erfahrungen“, erklärt Gisela Nacken, Dezernentin für Planung und Umwelt der Stadt Aachen.

Die STAWAG bringt die Elektromobilität auf die Straße

Erbauerin und Betreiberin der Ladestationen ist die STAWAG, Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft . Deren Vorstand Dr. Christian Becker sieht in der engen Zusammenarbeit von Energieversorger und Kommune eine wesentliche Voraussetzung, um die Elektromobilität auf die Straße zu bringen. „Reine Elektrofahrzeuge werden erst einmal vorwiegend im urbanen Raum unterwegs sein. Bei den kurzen Strecken, die in der Stadt gefahren werden, stellt die Reichweite einer Batterieladung von etwa 100 Kilometern kein Problem dar.“ Vorausgesetzt, es gibt genügend Ladestationen.

Den Aufbau eines bundesweiten Netzes von Ladestationen hat sich die Kooperation Ladenetz zum Ziel gesetzt. Die neuen Ladestationen in Aachen sind bereits Teil des Ladenetzes. Dieses Konzept der STAWAG, der Duisburger Verkehrs- und Versorgungsgesellschaft (DVV) und der Stadtwerke Osnabrück hat die Einführung, Weiterentwicklung und Förderung von Elektromobilität zum Ziel.

Die STAWAG baut jedoch nicht nur die nötige Infrastruktur für Elektrofahrzeuge auf, sie setzt auch auf elektrisch betriebene Modelle in ihrem eigenen Fuhrpark. „Der Erfolg der Elektromobilität hängt in allererster Linie an den Fahrzeugen, diese müssen auf die Straße kommen“, so Becker. Deshalb ist die STAWAG auch der erste Kunde für die neue mia, ihre Mitarbeiter werden künftig mit dem kleinen, wendigen Cityflitzer durch Aachen fahren.

Das neue Elektroauto mia

Der mia liegt ein ganz neues Fahrzeugkonzept zugrunde: „Sie soll für bezahlbare urbane Mobilität der Zukunft stehen und keine Konkurrenz zum klassischen Auto sein“, betont Dr. Roman Dudenhausen, Geschäftsführer von mia electric. „Abgasfrei und leise, mit einem großen, leicht zugänglichen Innenraum und mit wettbewerbsfähigen Gesamtkosten“, nennt er die weiteren Vorteile des Dreisitzers. Die Serienproduktion startet im Juni 2011, bestellt werden kann die mia schon seit Anfang Oktober 2010. Damit gehört der unkonventionelle Stadtflitzer zu den ersten völlig neu entwickelten und rein elektrisch betriebenen Serienmodellen, die auf dem Markt sind. Der Vertrieb richtet sich zunächst an öffentliche und private Flottenbetreiber. Der Einzelverkauf an Privatkunden beginnt 2012.

Die mia produziert im Betrieb keinerlei Abgase. Damit auch der Ladestrom emissionsfrei erzeugt werden kann, verfolgt mia electric eine nachhaltige Vertriebsstrategie: Für jedes verkaufte mia-Modell lässt das Unternehmen in Windparks oder Solaranlagen neue Stromerzeugungs-Kapazitäten schaffen, die dem durchschnittlichen Jahresstrombedarf des Elektroautos entsprechen. „Jeder mia-Käufer soll sicher sein, dass die beim Fahren verbrauchte Strommenge zusätzlich und emissionsfrei erzeugt wird“, so Dudenhausen.

STAWAG fördert Elektroautos

Um auch Privatleuten einen zusätzlichen Anreiz zu geben, in naher Zukunft auf die neue Mobilität umzusteigen, weitet die STAWAG ihr Förderprogramm für Elektrofahrzeuge aus: Künftig werden neben Zweirädern auch Elektroautos gefördert. Für Stromkunden, die ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug anschaffen, gibt es 500 Euro Unterstützung, für einen Plug-in-Hybrid 250 Euro. Wer Ökostrom bei der STAWAG bezieht, erhält jeweils 100 Euro mehr. Auch der Fahrstrom, der an den Ladestationen fließt, stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien und ist bis Ende 2011 für Stromkunden der STAWAG kostenlos.

(Redaktion)


 


 

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