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Qualitätsverlust bei Zugverbindungen Köln-Aachen verhindern

Oberbürgermeister Marcel Philipp (Aachen, CDU) und Jürgen Roters (Köln, SPD) gegen Verschlechterung der Zugverbindungen zwischen Aachen und Köln

Es darf keine Verschlechterung in den Zugverbindungen zwischen Aachen und Köln geben. Dafür setzen sich die Oberbürgermeister beider Städte Marcel Philipp (Aachen, CDU) und Jürgen Roters (Köln, SPD) gemeinsam ein. “Es kann nicht sein, dass künftig Pendler zwischen Aachen und Köln für jede Fahrt mit dem Thalys einen Sitzplatz reservieren müssen”, betonte Aachens Oberbürgermeister Philipp am Mittwoch bei einem Treffen mit seinem Kölner Amtskollegen. “Den reservierungsfreien Waggon in den Thalys-Zügen zwischen Köln und Aachen nutzen Tag für Tag sehr viele Menschen, die auf den Zug verzichten werden, wenn sie Aufwand und Kosten für eine Reservierung hinnehmen müssten”, sagte Jürgen Roters.

Die Stadtoberhäupter trafen sich am Rande einer Vorstandssitzung des Städtetages, um noch einmal gemeinsam und mit Nachdruck an die Thalys-Gesellschaft zu appellieren, den reservierungsfreien Waggon 28 auch über den Fahrplanwechsel zum Dezember dieses Jahres zu erhalten.

Bereits zum Thalys-Start am 14. Dezember 1997 wurde eine Reservierungspflicht bei Thalys als Problem für deutsche Bahnkunden erkannt und eine einvernehmliche Regelung gefunden: Für den Wagen 28 wurde die Reservierungspflicht zwischen Aachen und Köln aufgehoben, so dass auch Bahnkunden mit ICE-Fahrschein die Thalys-Verbindung ohne zusätzliche Reservierungskosten nutzen können. Wenn zukünftig von dieser Regelung abgewichen wird, führt dies zu einer erheblichen Verschlechterung der Verbindungsqualität im Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr zwischen Köln und Aachen, da die verbleibenden reservierungsfreien Schnellzugverbindungen außerhalb der für Berufspendler, Geschäfts- und Dienstreisende relevanten Zeiträume liegen würden. So die Befürchtung der beiden Oberbürgermeister. Ein Attraktivitätsverlust der Thalys-Verbindungen (sieben Euro Reservierungsgebühr pro Strecke) und eine weiter zunehmende Verkehrsbelastung auf den Autobahnen wären die absehbaren Folgen.

“Der Erhalt und der Ausbau der Verbindungsqualität im Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr zwischen den Städten Aachen und Köln ist von zentraler Bedeutung für die regionale Wirtschaftsentwicklung”, unterstreichen Roters und Philipp. Studien zeigten, dass trotz neuer Kommunikationsmöglichkeiten (Internet, Videokonferenzen usw.) die Internationalisierung und die globale Vernetzung zu immer mehr Reisetätigkeit führt. Durch die zunehmende Internationalität von Wissenschaft und Wirtschaft gewinnen schnelle Bahnverbindungen zunehmend an Bedeutung und stellen einen der wichtigsten verkehrsinfrastrukturellen Standortfaktoren dar. Neben den beschriebenen tariflichen Regelungen sei deshalb ein Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen Aachen und Köln von entscheidender Bedeutung.

Bereits heute führt eine Überlagerung von Nahverkehr, Fernverkehr und Güterverkehr auf den bestehenden zwei Gleisen zu Kapazitätsproblemen. Die Anlage eines dritten Gleises zwischen Langerwehe und Düren würde helfen, diese Verkehre zu entflechten, die Strecke zu entlasten und Verspätungen abzubauen. Zudem macht sie die geplante Verbindung von Frankfurt über Köln und Aachen nach London – und umgekehrt – so attraktiv, dass sie in großem Umfang zusätzliche Besucher in die rheinischen Großstädte bringt.

(Redaktion)


 


 

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