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Aachen ist ein kreativer Hot Spot

Stadt Aachen auf Platz elf der kreativen und anziehenden Wirtschaftsstandorte - Neue Studie von agiplan

Zum Ende der Wirtschaftskrise macht sich in der Industrie erneut der Fachkräftemangel bemerkbar. Doch nach einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens agiplan präsentiert sich die Stadt Aachen mit einem elften Platz als kreativer und anziehender Wirtschaftsstandort und schneidet im Wettbewerb mit anderen Städten gut ab - und zieht so Fachkräfte an.

Möglichkeiten der verschiedenen Regionen darstellen

„Wir haben für alle kreisfreien Städte und Landkreise in Deutschland einen Index errechnet, der sich an den Themenfeldern Technologie, Talente und Toleranz orientiert", erklärt Dr. Christian Jacobi, geschäftsführender Gesellschafter der agiplan. „Mit Hilfe dieses so genannten ‚TTT-Index' nach Richard Florida können wir darstellen, welche ökonomischen Stärken und Möglichkeiten in den verschiedenen Regionen Deutschlands stecken."

Theorie von Richard Florida

Grundlage dieser Studie ist die Theorie des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Richard Florida, der die Rolle qualifizierter Fachkräfte - der so genannten „kreativen Klasse“ - als wichtigen Standortfaktor betont. Nach Florida bezieht sich der Kreativitätsbegriff nicht nur auf das künstlerische Berufsfeld, sondern auf alle Menschen, die einen gewissen Innovationsgehalt in ihrer Arbeit haben, wie zum Beispiel Erzieherinnen oder Ärzte. Unternehmen suchen sich ihre Standorte danach aus, wie gut sie Fachkräfte an sich binden können. Die von der „Kreativen Klasse“ bevorzugten Standorte sind meist „offene Städte“, in denen sich Andersdenkende gut entwickeln können.

TTT-Index zeigt die Attraktivität einer Stadt

Wie attraktiv und offen eine Stadt nun auf Fachkräfte wirkt, kann sie an ihrem „TTT Index“ ablesen. Er zeigt, welche ökonomischen Stärken und Möglichkeiten in einer Stadt stecken. Mit diesem Index werden Technologie, Talent und Toleranz einer Stadt oder Region erfasst. Die Stadt Aachen erzielte in allen drei Bereichen sehr hohe Werte. Durch die Lage am Dreiländereck und die Hochschule mit vielen ausländischen Studenten präsentiert sich Aachen sehr weltoffen.

TOP 10 ist keine Überraschung - aber die Städte mit weniger als 500.000 Einwohner überraschen

Dass sich München, Berlin, Köln und Stuttgart unter den Top-10-Standorten bewegen, ist keine Überraschung für die Kenner von Floridas Theorie der Kreativen Klasse. Insbesondere bei der Betrachtung von Städten mit weniger als 500.000 Einwohnern hat die Studie jedoch Erstaunliches hervorgebracht.

Aaachen ganz weit oben im TTT-Index

„Die Analyse der agiplan zeigt, dass der Zusammenhang zwischen dem TTT-Index kleinerer und mittlerer Städte und ihrer wirtschaftlichen Entwicklung besonders signifikant ist. Erlangen, Darmstadt, Heidelberg, Jena, Aachen und Freiburg rangieren auf Augenhöhe mit den Millionenstädten ganz oben unter den Kreativen Hot Spots", berichtet Projektleiterin Alexandra Landsberg, die bei dem Mülheimer Beratungs- und Planungsunternehmen agiplan für die Wirtschaftsförderung zuständig ist. Daraus schlussfolgert sie, dass auch die kleinen und mittleren Städte spezifische Strategien entwickeln müssen, die das kreative Umfeld der Stadt unterstützen und die Offenheit und Urbanität stärken.

Doch selbst wenn ein elfter Platz im bundesweiten Vergleich eine Spitzenposition ist, bleibt noch Luft nach oben. Deshalb versucht die Stadt Aachen auch weiterhin ihre Attraktivität in allen Bereichen zu
steigern: „Denn auch hier ansässige Unternehmen haben mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen“ erklärt Dieter Begaß Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung/Europäische Angelegenheiten. So weiß er von einem Aachener Unternehmen zu berichten, das momentan 70 offene Stellen zu besetzten hat.

Nicht auf den Lorbeeren ausruhen - heißt es in Aachen

Die Stadt versucht mit verschiedenen Maßnahmen die Talentnutzung und Toleranz noch zu steigern. Resultate sind unter anderem das Kulturwirtschaftliche Gründerzentrum, das bei der Existenzgründung im kulturellen Sektor Hilfestellung leistet und die Förderung der Kreativwirtschaft in Aachen-Nord in Zusammenarbeit mit der dort ansässigen Kunstszene. Besonders wichtig für Aachen mit seiner Hochschule sei es aber auch, nicht nur als „Durchlauferhitzer“ für Fachkräfte zu dienen, sondern Absolventen nach ihrem Studium an die Stadt zu binden. So wird viel in attraktive Kultur- und Freizeitangebote investiert, um ein Klima zu schaffen, in dem sich Menschen, die in Unternehmen Innovationsarbeit leisten, wohl fühlen.

Die gesamte Studie findet man unter:
http://www.agiplan.de/

(Redaktion / Stadt Aachen / agiplan GmbH)


 


 

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