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  • 20.12.2013, 16:06 Uhr
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Dienstwagen

Die Optionen bei einem Firmenwagen

Dienstleistungen und vor allem unternehmerische Prozesse, die zeitnah alle beteiligten Personengruppen und Organe erreichen, werden heute mithilfe spezieller Software optimiert. Aber nicht alle Bereiche können durch derlei Technik vereinfacht oder anders strukturiert werden, insbesondere nicht in mittelständischen Unternehmen, Firmen mit vielfältigem Kundenkontakt sowie natürlich Firmengründern. Sie sind auf einen Firmenwagen angewiesen, der zuverlässig und repräsentativ zugleich ist. Aufgrund hoher Anschaffungspreise von Fahrzeugen der Mittel- und Oberklasse bedarf es deshalb einer genauen Planung, welche gesetzlichen Regelungen greifen und genutzt werden können.

In diesem Beitrag nun ein Auszug aus den typischen Optionen und Wahlmöglichkeiten für Unternehmer.

Zwei Seiten der Medaille

Firmenwagen verursachen mitunter hohe Standkosten, sodass zunächst einmal deren Anschaffung und tatsächlicher Nutzen analysiert werden muss. Insbesondere auf eine hohe Liquidität angewiesene Jungunternehmen sollten dies beachten, vor allem aber den Wertverlust mit einkalkulieren. Was ist mein Auto nach einem Jahr noch wert? Diese Frage wird anhand vieler Eckdaten, wie Marke, Baujahr, Fahrleistung, Unfälle und dergleichen auf Basis einer Formel beantwortet.

Der andere Fall betrifft die Frage, zu welchem Anteil das Fahrzeug tatsächlich betrieblich genutzt wird und wie hoch der private Anteil daran ist. Grundsätzlich gilt die Überlassung von Firmenwagen an Mitarbeiter aber in vielen Branchen auch als Anreizwirkung, als geldwerter Vorteil . Voraussetzung ist, dass der Firmenwagen als notwendig und damit als Betriebsvermögen eingestuft wird. So sind Kosten für Anschaffung und laufende Nutzung voll abzugsfähig. Bei weiteren Versicherungskosten und derlei gilt die Frage, ob der Anteil der betrieblichen Nutzung die 50 Prozent übersteigt. In diesem Fall sind dann für diejenigen privaten Fahrten, die Sie als Unternehmer oder Ihre Mitarbeiter unternehmen, steuerliche Berechnungsmethoden anzusetzen.

Liegt der Anteil unter der Grenze, ist ein Fahrtenbuch zu führen und daraufhin der tatsächliche Anteil betrieblicher Natur nachzuweisen, der dann auch angerechnet werden kann.

Versteuerung bei privater Nutzung

Im Regelfall gilt jede private Nutzung des Firmenwagens als geldwerter Vorteil, der daraufhin der Besteuerung nach dem Einkommensteuergesetz unterliegt. Auch hier gelten wiederum zwei Varianten, die zu wählen sind.

  • Nach der 1-Prozent-Regelung gilt der Neuwert des Firmenwagens als Grundlage, woraufhin monatlich ein Prozent davon als geldwerter Vorteil angesetzt werden. Wird das Fahrzeug auch für Fahrten zum Arbeitsplatz genutzt, so gilt die Regelung der Entfernungspauschale, hier mit 0,03 Prozent auf Basis der Entfernung in Abhängigkeit zum Listenpreis. Die derzeit gültige Entfernungspauschale von 0,30 Euro je Kilometer wird hierbei angesetzt.
  • Interessant kann aber auch die Besteuerung nach Maßgabe des Fahrtenbuches sein. Gerade bei unbeabsichtigten, unregelmäßigen Fahrten lohnt diese Variante, allerdings muss zur Kalkulation auch ein lückenlos geführtes Fahrtenbuch vorgelegt werden. Gerade in den Anfangsjahren kann durch eine gezielte Steuerung dieser Optionen ein steuerlicher Vorteil daraus entstehen – eine professionelle Beratung ist obligatorisch.


(Redaktion)


 


 

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