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Verflüssigtes Erdgas LNG grenzüberschreitend verfügbar

Ein Forschungsprojekt zur Erdgasnutzung in der Euregio Rhein-Waal setzt auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Niederlanden.

Die Niederlande und Nordrhein-Westfalen rücken auf einem weiteren Feld enger zusammen. Im Projekt „LNG an Rhein und Waal“ üben die beiden Nachbarn den Schulterschluss. Untersucht werden soll, welche Einsparmöglichkeiten die Anwendung von verflüssigtem Erdgas (LNG) im Schwerlastverkehr und in der Schifffahrt bieten. Denn LNG ist im Vergleich zum gebräuchlichen Diesel kostengünstiger und besser zur Umwelt.

Um das Projekt voranzutreiben, haben sich mehrere Institutionen zusammengeschlossen. Die Federführung liegt dabei auf holländischer Seite, und zwar bei der Initiative der Stiftung Energy Valley der Stadtregion Arnheim-Nimwegen, dem Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. an der Universität Duisburg-Essen (DST) und der EnergieAgentur.NRW. Weitere finanzielle Unterstützung fließt aus dem INTERREG IV-A -Programm der Euregio Rhein-Waal. Im Rahmen der Energiemesse E-world in Essen wurden diese Neuigkeiten verlautbart.

Länderübergreifendes Networking

Im Vordergrund steht die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer Markteinführung von LNG als neuem Kraftstoff. Des Weiteren soll die Studie auch aufzeigen, inwiefern der Ausbau einer LNG Infrastruktur in der Euregio Rhein Waal notwendig und deren effektive Nutzung möglich ist. Dass auf diese Weise auch ein länderübergreifendes Networking initiiert wird ist ein interessanter Nebenaspekt.

Im niederländischen Städtchen Duiven, Teil der Euregio Rhein-Waal, steht bereits die erste LNG-Tankstelle für LKW. Und ähnliche Initiativen vermelden di Gemeinden Berkelland und Nimwegen. In Nordrhein-Westfalen untersucht die EnergieAgentur.NRW mit dem Netzwerk Kraftstoffe und Antriebe der Zukunft die Potentiale von LNG, insbesondere für Europas größten Binnenhafen Duisburg und den Schwerlastverkehr zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen.

Verlagerung von Schiene und Straße aufs Wasser

Schließlich geht es auch darum, die hochgesteckten nordrhein-westfälischen Klimaschutzziele zu erreichen. „Nicht zuletzt brauchen wir eine Verlagerung des erwarteten Wachstums beim Gütertransport hin zu anderen Verkehrswegen, wie etwa zur Binnen-Schifffahrt. LNG könnte eine umweltfreundliche und zugleich ökonomisch sinnvolle Alternative im Bereich der Schifffahrt und im Schwerlastverkehr darstellen. Wir halten es daher für notwendig, die ökonomischen und ökologischen Potenziale, für Nordrhein-Westfalen und grenzüberschreitend auch für unsere Nachbarn aus den Niederlanden zu untersuchen“, so Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

(Redaktion)


 


 

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