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Europawahl

Grünen zweitstärkste Partei bei U18-Europawahl

Die Grünen haben bei der Europawahl der unter 18-jährigen ein Traumergebnis erzielt. Hinter den Christdemokraten waren sie die zweitstärkste Partei und lagen noch vor der SPD. Da verwundert es nicht, dass die Grünen gerne das Wahlalter herabsetzen würden. Auch Aachener Kinder machte bei der Wahl mit.

Die erste simulierte Europawahl für Minderjährige war für die Grünen ein voller Erfolg. Entgegen dem Deutschlandtrend, wo die Partei aktuell bei ca. 9 Prozent rangiert, erreichten die Grünen bei der gestrigen U18-Europawahl die Partei herausragende 19 Prozent. Nur die CDU mit 24,3 Prozent war gut 5 Prozentpunkte besser. Die SPD kam nur auf 18,8 Prozent. In Deutschland beteiligten sich etwa 33.000 „Nachwuchswähler“ an der Wahl. An der Europawahl am nächsten Sonntag sind nur volljährige EU-Bürger wahlberechtigt.

Tierschutzpartei holt 6 Prozent

Ein weiteres interessantes Ergebnis holte die Tierschutzpartei. Bei üblichen Wahlen oftmals chancenlos, holte die Partei überraschende 6 Prozent der Stimmen. Mit diesem Ergebnis hätte es die Partei sogar in den Bundestag geschafft. Würde die Tierschutzpartei auch am nächsten Sonntag dieses Ergebnis erreichen, würden sie einige Sitze im europäischen Parlament erreichen. Aber auch die Piratenpartei und die Linke erreichten mit je 7 Prozent gute Ergebnisse.

FDP und AfD mit erschreckendem Ergebnis

Die FDP und die AfD holten bei der U18-Europawahl je nur knapp 2,5 Prozent. Mit diesen Ergebnissen lagen beide Parteien noch hinter der NPD. Das sind für beide Parteien erschreckende Ergebnisse. Bei U18-Europawahl gab es so einige erstaunliche Ergebnisse. Viele Parteien holten im Vergleich zum Bundestrend gute Ergebnisse. Von den großen Parteien in Deutschland konnten nur die Grünen überzeugen.

Aachen wählt gegen den Trend

Auch in Aachen stimmten 519 Schülerinnen und Schüler ab. 501 Stimmen waren gültig. In der Region Aachen lag die SPD vorne. Sie holte fast 31 Prozent, gefolgt von der CDU mit knapp 18. Die Grünen lagen hier bei 14 Prozent. Allerdings gab es auch ein besorgniserregendes Ergebnis zu vermelden. Die NPD erhielt 27 Stimmen und kam auf über 5 Prozent. Die Piraten kamen auf 9,6 Prozent, die Linke auf 13,5.

Selbst gebastelt, selbst angekreuzt

Die Wahlkabinen, Stimmzettel und Wahlurnen wurden für die U18-Europawahl selbst gebastelt. 400 Schulen und Jugendeinrichtungen beteiligten sich an der Wahl. Im Rahmen von Projekten wurden die benötigten Wahlmittel erstellt. Auch die Stimmen wurden selbst ausgezählt und korrekt übermittelt. Mit der U18-Europawahl sollten Jugendliche für ihre künftige politische Mitbestimmung sensibilisiert werden. Es wurden auch Informationsveranstaltungen für Jungen und Mädchen angeboten.

Für die Veranstalter war die Wahl ein voller Erfolg. Seit 2005 gibt es solche Jugendwahlen im gesamten Bundesgebiet. Erstmal wurden sie 1996 in Berlin abgehalten. Bei der Bundestagswahl im vergangenen September beteiligten sich fast 200.000 Kinder und Jugendliche bei der Jugendwahl. In den EU-Ländern Spanien, Frankreich und Polen wurden ebenfalls U18-Europawahlen abgehalten.

(Redaktion)


 


 

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