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Inflation Deutschland

Reallöhne sinken wieder

Deutsche Arbeitnehmer müssen den Gürtel enger schnallen. Obwohl die Löhne steigen, sorgen höhere Preise für den gravierendsten Reallohnverlust seit vier Jahren. Das Statistische Bundesamt sieht die Entwicklung in der Dienstleistungsbranche begründet.

0,3 Prozent Verlust

In einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse teilte das Statistische Bundesamt mit, dass die Bruttolöhne um 1,3 Prozent gestiegen seien. Da die Preise jedoch im selben Zug einen 1,6prozentigen Anstieg verzeichnet haben, bleibe den Arbeitnehmern effektiv 0,3 Prozent weniger Lohn. Das ist der höchste Reallohnverlust seit 2009.

Gründe im Dienstleistungsgewerbe

Ein Hauptgrund für das geringe Ansteigen der Löhne in Q3 ist laut Statistischem Bundesamt der Rückgang an Sonderzahlungen. Dieser sei vor allem in Verwaltungen, Banken und Versicherungen anzutreffen. In der Industrie gestalte sich die Lage anders. Hier seien die Löhne zwischen Juli und September um 2,3 Prozent angestiegen.

Höchste Bruttolöhne in Banken

Ein in Vollzeit tätiger deutscher Arbeitnehmer verdiente im dritten Quartal durchschnittlich 3.462 Euro. Sonderzahlungen sind in diesem Wert des Statistischen Bundesamts nicht berücksichtigt. Die höchsten Löhne wurden bei Arbeitnehmern im Bank- und Versicherungswesen festgestellt. Durchschnittlich belief sich der Monatslohn auf 4.576 Euro. Etwas weniger verdienten Arbeiter in der Energieversorgung. Mit 4.510 Euro liegt ihr Einkommen aber immer noch etwas höher als der durchschnittliche Verdienst in der Kommunikations- und Informationsbranche (4.501 Euro). Zu den bundesweit am niedrigsten entlohnten Arbeitnehmern zählen Angestellte in gastronomischen Betrieben. Durchschnittlich verdienten sie 2.012 Euro.

(Christian Weis)


 


 

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