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Innovationspreis Region Aachen 2010

Feierliche Auszeichnung regionaler Unternehmen

Am 26. November wurden im Rahmen eines Festabends im Krönungssaal des Aachener Rathauses drei Unternehmen mit dem mit jeweils 5 000 Euro dotierten Innovationspreis Region Aachen 2010 ausgezeichnet.


In den drei Kategorien „Gründung“, „Wachstum“ und „Handwerk“ hatten sich insgesamt 31 Unternehmen beworben.

Kategorie Gründung

In der Kategorie Gründung überreichte Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren, den Preis an das Unternehmen ANM Adaptive Neuromodulation GmbH aus Jülich für die Entwicklung der Coordinated Reset (CR) Technologie, die Krankheits-Symptome bei Tinnitus-Patienten reduziert.

Etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland hören einen ständigen Ton, und das oft über mehrere Jahrzehnte. Der chronische Tinnitus macht vielen ein normales Leben nahezu unmöglich. Dabei werden die Geräusche, die vom Ohr aufgenommen werden, bei der Übertragung zum Gehirn unterbrochen und die entsprechenden Nervenzellen produzieren aufgrund der fehlenden Sinneseindrücke selber Töne. Durch die Überaktivität der Zellen werden diese immer stärker vernetzt, wodurch die krankhafte Aktivität immer besser funktioniert, und das Gehirn das Phantom eines Geräusches erlernt hat.

ANM hat mit der akustischen CR-Neuromodulation eine völlig neue, hocheffektive Therapiemethode entwickelt, die mit Hilfe eines speziellen Computerprogramms ein akustisches Tinnitus-Profil erstellt. Das Gehörte bringt die hochsynchron arbeitenden Zellen aus dem Takt, wodurch sich die entstandenen Vernetzungen lockern und das Gehirn den krankhaften Tinnituston verlernt. Inzwischen hat das ANM-Team mit der gleichen CR-Technologie einen Hirnschrittmacher entwickelt, der demnächst Parkinson-Patienten heilen soll.

Kategorie Wachstum

In der Kategorie Wachstum erhielt die DASGIP AG aus Jülich den Preis aus den Händen von AGIT-Geschäftsführer Ulrich Schirowski für die Entwicklung der DASGIP iApp, der weltweit ersten Applikation zur mobilen Überwachung und Steuerung paralleler biotechnischer Kultivierungs-prozesse mit mobilen Endgeräten.

DASGIP entwickelt und produziert parallele Bioreaktorsysteme, in denen Zellen oder Bakterien kultiviert werden. Da nicht planbar ist, wann und wie die Kulturen auf kleinste Veränderung der verschiedenen Parameter reagieren, mussten Wissenschaftler bisher ununterbrochen dem Prozess beiwohnen, um so das Fehlschlagen kostspieliger und zeitaufwendiger Versuchsreihen zu verhindern. Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen fand DASGIP die Lösung: Ein mobiles Überwachungssystem der Reaktoren mit der Möglichkeit der Fernsteuerung.

Mit der speziellen Applikation können die Anwender nun alle relevanten Prozessinformationen in bis zu 16 parallel laufenden Reaktoren von jedem beliebigen Standort mit mobilen Endgeräten wie dem iPhone oder dem iPod Touch online überwachen und ggf. sofort intervenieren. Die DASGIP iAPP dokumentiert die weltweite Innovations- und Technologieführerschaft der Firma und trägt zum Wachstum des Unternehmens bei, das derzeit in den Standort investiert.


 


 

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