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Klimaschutz

Klimaschutz ist in Aachen fest verankert

Die Stadt beteiligt sich an der Zertifizierung mit dem European Energy Award. Wo steht die Stadt Aachen in Sachen Klimaschutz? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um dem Erfordernis eines sparsamen, effizienten Ressourcenverbrauchs gerecht zu werden? An welcher Position befindet sich Aachen im Vergleich mit anderen Städten?

Diese Fragen werden im Rahmen der Zertifizierung mit dem „European Energy Award“ (eea) beantwortet, an der die Stadt Aachen seit einem Jahr teilnimmt. Planungs- und Umweltdezernentin Gisela Nacken zieht eine erste Zwischenbilanz: „Der Klimaschutz ist bei der Stadt Aachen fest verankert. Wir haben ihn schon sehr früh auf den Weg gebracht. 1997 entstand der erste Windpark, es folgte eine Solarsiedlung.“ Ziel sei es, bis zum Jahr 2020 den Kohlenstoffdioxidausstoß um 40 Prozent zu verringern. „20 Prozent haben wir bisher schon erreicht, aber die nächsten 20 Prozent zu verwirklichen ist viel schwieriger“, so Nacken.

Dr. Maria Vankann, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Aachen, erklärt, dass die Zahl der Maßnahmen mittlerweile über 100 betrage. „Unser Ziel ist es, im Zertifizierungsprozess den Status einer Gold-Kommune zu erreichen - ähnlich wie die Städte Münster, Bochum und Bonn“, so Vankann.

Zu den Maßnahmen gehört beispielsweise der Luftreinhalteplan, „der auch eine starke Klimakomponente enthält“, erläuterte Klaus Meiners, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Umwelt der Stadt Aachen. Die Stadt arbeitet derzeit an der Entwicklung eines Solarkatasters, das im Frühjahr 2011 fertig ist. „Dann kann jeder Aachener Bürger schnell ermitteln, ob sich eine Solaranlage auf seinem Dach betreiben lässt“, sagte Meiners.

Im Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadt Aachen wird beispielsweise über eine Baulückenerhebung versucht, der Versiegelung von Bodenflächen zu verhindern. Im Camp Hitfeld soll ein Solarfeld entstehen, im Gewerbegebiet Avantis wäre die Ansiedlung weiterer Unternehmen aus dem Bereich „regenerative Energien“ wünschenswert, erläuterte Monika Fischer aus der Abteilung Vorbereitende Bauleitplanung. Das Neubaugebiet Richtericher Dell soll zu einem „besonders Ressourcen schonenden Stadtteil werden“, auch sei die Verwaltung an der Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windparks interessiert. Im Masterplan „Aachen 2030“ werden Umwelt- und Klimaaspekte besonders berücksichtigt, so Fischer.

Dass es beim Verkehr besonders schwierig sei, den Klimaschutz zu realisieren, betonte Armin Langweg von der Abteilung Verkehrsplanung der Stadt Aachen. Um die Menschen zu einem Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu bewegen, gebe es die Initiative „FahrRad in Aachen“, auch werde derzeit der Grabenring, voraussichtlich im nächsten Jahr auch der Alleenring durchgängig mit Fahrradschutzstreifen ausgestattet, und es müsse noch mehr in Marketing-Maßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs investiert werden.

Einen großen Beitrag zum Klimaschutz leistet auch der kürzlich beschlossene „Aachener Standard 2010“. Neubauten, so Ulrike Leidinger von der Abteilung Energiemanagement beim Gebäudemanagement der Stadt Aachen, werden so gestaltet, dass sie „quasi den Passivhaus-Standard“ erfüllen. Beispielsweise werden in diesem und nächstem Jahr sechs Schulmensen errichtet. Altgebäude wie Schulgebäude und Kindertageseinrichtungen werden durch Sanierungen energieeffizient gemacht. „In der umfassendsten Form mit der Erneuerung von Dach, Fassaden, Fenstern und der Installation einer modernen Belüftungsanlage entsprechen sie dann einem Neubau“, so Leidinger. In diesem Jahr werden rund 15 Millionen Euro investiert.

Die STAWAG wird ihr Fernwärmenetz ausweiten und in erneuerbare Energien wie Windkraft investieren. Das kündigte Rosa Hemmers von der STAWAG gestern an. In diesem Jahr wird im Aachener Straßennetz die letzte Quecksilberdampflampe abgeschaltet und durch eine Energiesparlampe ersetzt. Die STAWAG sei auch in der Entwicklung der Elektromobilität und im Forschungsprojekt „Smart Watts“, mit dem der Energieverbrauch mit der Energieerzeugung abgestimmt werden soll, besonders engagiert.

Weitere Informationen unter
www.aachen.de/umwelt (dort unter „Energie und Klimaschutz“)

(Redaktion)


 


 

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