Sie sind hier: Startseite Aachen-Euregio Aktuell News
Weitere Artikel
Kommunalwahl

Knapp, knapper, Mönchengladbach

Bei einer Stichwahl zwischen zwei Kandidaten, braucht man bekanntlich 50 Prozent der Stimmen der Wähler. Die Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters war dabei in Mönchengladbach besonders kann. Nur wenige hundert Stimmen trennten beide Kandidaten. Es gibt nun einen neuen Bürgermeister.

50,4 Prozent

Mit einem der geringsten Vorsprüngen hat sich Hans WIlhelm Reiners gegenüber dem amtierenden Bürgermeister Norbert Bude durchgesetzt. 50,44 Prozent aller Stimmen bekam der CDU-Kandidat. DIe Wahlbeteiligung lag nur bei 30 Prozent. Dennoch ist die Wahl der Mönchengladbacher ein klares Statement. Man ist sich offenbar nicht einig, welcher der Kandidaten gut für das Amt ist. Bude fiel während seiner Amtszeit eher durch Besuche und mediale Präsenz auf sämtlichen Veranstaltungen auf. Politisch gesehen, waren seine Neuheiten eher mager.

Bürgermeister und Ratsmehrheit

Einen kleinen Vorgeschmack gab es bereits schon bei der ersten Wahl. Hier lag Bude noch knapp vor Reiners. Doch hat die CDU hier bereits eine viel größere Anzahl an Sitzen erreicht. Die Partei von Reiners lag 12 Prozentpunkte vor der SPD, eine klarer Nackenschlag für die SPD in Mönchengladbach. Nun sollte für die CDU um Reiners die Bildung einer Koalition im Rat recht einfach sein.

Landstadtteile mit höherer Beteiligung

Ein deutliches Bild gab es bei der nur schwachen Wahlbeteiligung. Interessantes Detail: In den ländlichen Stadtteilen war die Wahlbeteiligung weit höher als in den Innenstädten von Mönchengladbach und Rheydt. Insbesondere die eingefleischten CDU-Anhänger brachten Reiners der knappen Sieg bei der Wahl ein.

Ab 2018 ohne Schulden, dennoch viele Probleme

DIe Stadt Mönchengladbach hat viele Probleme. Eine recht hohe Arbeitslosigkeit und hohe Schulden sind nur zwei der großen Probleme der Stadt. Dank des Stärkungspakts des Lands NRW wird es ab 2018 keine neuen Schulden mehr geben, das sieht der Sparplan der Stadt vor. Ein neues Einkaufszentrum (die Arcaden), sollen neues wirtschaftliches Potenzial und Mönchengladbach wieder attraktiver werden. Doch gibt es in der Gladbacher City bereits genügend Einkaufszentren, die kaum Geschäfte aufweisen können. Ob nun ein neuer Komplex eine Verbesserung gibt oder wieder nur herausgeschmissenes Geld verschlingt, ist fraglich. Bei der Ausschreibung des Einkaufszentrum hab es bereits erhebliche Mehrausgaben, da der Auftrag zunächst falsch ausgeschrieben wurde. Nun ist Hans Wilhelm Reiners in der Situation die vielen Probleme der Stadt zu lösen. Ein erster Schritt könnte das Festival Rock am RIng sein, das künftig vielleicht in Mönchengladbach stattfinden soll.

(Redaktion)


 


 

Mönchengladbach
CDU
Kandidat
Reiners
Bürgermeister
Schulden
Einkaufszentren
Wahlbeteiligung
Stimmen
Probleme

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Mönchengladbach" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: