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Konjunktur im Herbst

IHK-Konjunkturumfrage Herbst 2010: Aufschwung setzt sich weiter fort

Die Erholung der Wirtschaft im Kammerbezirk Aachen setzt sich im Herbst unverändert fort. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, an der sich rund 290 Unternehmen mit über 38.000 Beschäftigten beteiligt haben.

Vier von zehn Unternehmen im Kammerbezirk Aachen bezeichnen ihre aktuelle Geschäftslage als gut. "Damit stabilisiert sich die konjunkturelle Lage auf hohem Niveau", erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes. "Die Umfrageergebnisse erreichen bereits wieder Werte wie vor der Wirtschaftskrise."

Der Konjunkturaufschwung äußert sich in einer deutlich verbesserten Ertragslage, gestiegenen In- und Auslandsumsätzen sowie einer höheren Auslastung der Produktionskapazitäten.

Industrie mit viel Schwung

Seit dem Tiefpunkt der Wirtschaftskrise im Frühjahr 2009 hat sich die Erholung der Industrie permanent fortgesetzt. Inzwischen berichten bereits wieder vier von zehn Unternehmen von einer guten Geschäftslage, sechs Prozent schätzen ihre Situation als schlecht ein. Bei sechs von zehn Befragten sind die Umsätze in den letzten sechs Monaten gestiegen. Die durchschnittliche Produktionsauslastung stieg auf 80 Prozent und liegt damit wieder über dem langjährigen Durchschnitt.

Lage bei Dienstleistern sehr gut

Auch im Dienstleistungssektor hat sich die Geschäftslage deutlich verbessert. Jedes zweite Unternehmen bezeichnet hier seine Geschäftssituation als gut. Dem stehen lediglich sieben Prozent der Befragten gegenüber, die ihre Lage als schlecht bezeichnen. Gleichzeitig berichtet fast die Hälfte der Befragten von gestiegenen Umsätzen.

Handel stabil auf hohem Niveau

Die gute Geschäftslage der Händler hat sich in den zurückliegenden Monaten kaum verändert. Von einer guten Geschäftslage berichten Groß- und Einzelhändler gleichermaßen. Vier von zehn Unternehmen melden eine gute Lage, nur jeder zehnte Befragte eine schlechte.

Unternehmen mit positiven Geschäftsaussichten

Die Geschäftsentwicklung der letzten Monate lässt die Unternehmen weiterhin positiv gestimmt in die Zukunft blicken. Mit einer Verbesserung der Geschäftslage rechnen angesichts der bereits sehr positiven Situation allerdings weniger Unternehmen als in der letzten Umfrage. 35 Prozent der Befragten rechnen mit einer günstigeren Geschäftslage, zwölf Prozent mit einer ungünstigeren Entwicklung.

Exporterwartungen unverändert positiv

Die Exportumsätze haben sich in den letzten Monaten deutlich erhöht. Über die Hälfte der Befragten konnte ihre Auslandsumsätze in den zurückliegenden Monaten steigern, bei 15 Prozent haben sich die Exportumsätze verringert. Auch die Erwartungen an die weitere Exportentwicklung sind unverändert positiv. Vier von zehn Unternehmen erwarten steigende Auslandsumsätze, nur jeder zwanzigste Befragte rechnet mit rückläufigen Exportumsätzen.

Personalaufbau setzt sich fort

Die Personalplanungen der Unternehmen haben sich gegenüber der zurückliegenden Umfrage im Frühjahr kaum verändert. Nur noch eine kleine Mehrheit der Unternehmen rechnet in den kommenden Monaten mit einem Beschäftigungszuwachs. Diese Entwicklung ist auf dem Arbeitsmarkt allerdings noch nicht zu erkennen. Die Arbeitslosenquote im Kammerbezirk Aachen sank seit der letzten Umfrage um 0,4 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent und liegt damit weiterhin unter den Landeswerten (8,7 Prozent).
"Entgegen der aktuellen Diskussion in den Medien greifen die meisten Unternehmen aus dem Kammerbezirk dabei nicht auf Zeitarbeit zurück", erklärt Drewes weiter. "Dies zeigt, dass die Betriebe kurzfristig nicht mit einem erneuten Wirtschaftseinbruch rechnen." Mittel- bis langfristig erwarten über die Hälfte einen Fachkräftemangel als Folge der demografischen Entwicklung.

Die größten Risikofaktoren für die Konjunktur sehen die Unternehmen vor allem in einer schwachen Inlandsnachfrage. Die Gefahr eines Wertverlustes des Euros schätzen die Befragten dagegen deutlich geringer ein. "Die Stützungsmaßnahmen der Europäischen Union und Deutschlands haben augenscheinlich dazu beigetragen, das Vertrauen in den Euro zu stärken", so Drewes. "Lassen Sie uns hoffen, dass keine weiteren EU-Mitgliedsstaaten einer finanziellen Unterstützung bedürfen."

(Redaktion)


 


 

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