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Logistikmarkt

Kölner Logistikmarkt mit deutlichen Einbußen

Straße, Schiene, Wasser, Luft – in Sachen Logistik hat Köln eine hervorragende Infrastruktur, die an den entscheidenden Schnittstellen perfekt ineinander greift. Was Anlass zu der Vermutung gibt, dass einer der stärksten Logistikstandorte in Europa auch beim Gewerbeflächenumsatz die Nase vorn hat.

Jedoch weit gefehlt. Der aktuelle „Marktbericht Gewerbe“ der Kölner Greif & Contzen Immobilien GmbH zeigt auf, dass in den ersten neun Monaten in Köln rund 29.000 Quadratmeter Lager- und Logistikfläche vermietet oder von Eigennutzern erworben wurden. Vorausgesetzt, der Markt belebt sich im vierten Quartal wie erwartet, könnte der Gesamtflächenumsatz im Segment der Lager- und Logistikflächen zum Jahresende 2013 bei 55.000 Quadratmeter liegen. Was gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 40 Prozent entspricht – und wobei auch ein wirklich großer Abschluss fehlt.

Der „Marktbericht Gewerbe“ schildert die Situation der Industrie-, Lager- und Logistikflächen in Köln. Aufbereitet mit umfangreichem Zahlenmaterial, ergeben sich weitere Trends. Flächen in einer Größenordnung ab 5.000 Quadratmetern sind so gut wie nicht gefragt, Entscheidungen zur Anmietung werden vertagt, die Zahl der Eigennutzer legt zu.

Kleinere Hallenflächen werden einigermaßen nachgefragt, sie halten sich mit den Angeboten die Waage. Bei einer Größe ab 2.500 Quadratmeter aufwärts ist das Angebot höher. Aktuell werden in Köln über 200.000 Quadratmeter Hallenfläche angeboten, kommt es zum Abschluss, haben die Mietverträge in der Regel Laufzeiten von drei bis fünf Jahren. Schlecht ist die Situation für Unternehmen, die ein Grundstück erwerben und bauen wollen. Hier herrscht in Köln großer Mangel.

In der Spanne von 4,30 bis 4,50 Euro bewegen sich die Mieten für Lager- und Distributionshallen in Gewerbegebieten. Neubauobjekte werden mit 4,85 bis 4,95 Euro gelistet, günstiger wird es in den Nebenlagen. Bestands-Hallenflächen liegen bei 3,90 bis 4,10 Euro. Starke regionale Unterschiede zeigen die Kaufpreise für Gewerbebauland. Zwischen 110 und 150 Euro kostet der Quadratmeter in Köln, 100 bis 120 Euro muss man in Leverkusen bezahlen. Deutlich günstiger geht es im Umland. Im Rhein-Erft-Kreis wird der Quadratmeter mit 35 bis 100 Euro taxiert, 45 bis 100 Euro zahlt man im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Die Logistikzukunft der Stadt wird von zwei großen Bauvorhaben dominiert. UPS vergrößert sich am Flughafen Köln/Bonn. Das erst 2011 in Betrieb genommene Paket-Sortierzentrum wird erweitert – investiert werden bis zu 145 Millionen Euro. Das Terminal Nord in Niehl mit einer Fläche von 150.000 Quadratmetern kostet insgesamt 80 Millionen Euro.

(Redaktion)


 


 

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