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Altkleider-Sammlungen als neue Einnahmequelle?

Die Aachener Stadtkasse könnte künftig durch das Geschäft mit Altkleider-Containern aufgebessert werden. Ein neuer gewerblicher Verwerter von Altkleidern will einen Großteil der Container-Standorte übernehmen und die Stadtverwaltung mitverdienen lassen. Hier steht derzeit eine fünfstellige Summe im Raum.

Etwa 60 der insgesamt 98 Container-Plätze in Aachen besitzt das Deutsche Rote Kreuz. Bundesweit kommt der gemeinnützige Verein jährlich auf einen Verdienst von zwölf Millionen Euro. Für die Container allein in Aachen muss jährlich eine Summe von rund 8000 Euro an die Kämmerin der Stadt gezahlt werden. Auch Privatfirmen haben die Altkleidersammlung als lukratives Geschäft für sich entdeckt und bieten den Städten durchaus mehr Geld als Stellplatzgebühren an.

Für das DRK wird es eng

Eine juristische Prüfung hat kürzlich ergeben, dass die Stadtverwaltung ihre Standorte nicht nur an gemeinnützige Organisationen weitergeben darf. Die gewerblichen Interessen müssen berücksichtigt werden. Der Oberbürgermeister Marcel Philipp zieht nun eine europaweite Ausschreibung für die Altkleidercontainer in Erwägung. Dabei sollen die Unternehmen die Stellplätze bekommen, die der Stadt am meisten bieten. Gegner dieses Konzepts wollen vor allem die gemeinnützigen Organistionen schützen und ihnen weiterhin feste Standorte sichern.

Um in Aachen zukünftig weitere Standorte zu behalten, muss das DRK mehr Geld bieten, als die gewerblichen Unternehmen. Im schlimmsten Fall kann die Organisation im Raum Aachen keine Container mehr aufstellen. Bundesweit zählt das DRK 25.000 Altkleidercontainer. Damit werden bis zu 100.000 Tonnen Altkleider im Jahr gesammelt, von denen 4000 bis 5000 Tonnen an bedürftige Menschen weitergereicht werden. Ein Großteil der Kleider geht jedoch an Verwertungsunternehmen, um finanzielle Mittel zu erhalten. Etwa zehn Prozent der Textilien sind einfach nur Abfall und ganze 35 Prozent können nicht mehr als Kleidung getragen werden. Daraus entstehen alte Putzlappen oder Dämmstoffe. Die restlichen Kleider werden in andere Kontinente exportiert.

(Christian Weis)


 


 

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