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Das Smartphone wird zum Portemonnaie

Mobile Wallets sollen schon bald dem mPayment zum Durchbruch verhelfen. Teilnehmer einer Studie des Instituts für Handelsforschung in Köln könnten sich die Nutzung vorstellen, sie verlangen aber größte Sicherheit und perfekte Technik. Dann wären sie teils sogar bereit, fürs Bezahlen zu bezahlen

Gehören Sie auch zu denen, die im Supermarkt immer in der falschen Schlange anstehen? Nun diese Schlangen haben ihre Ursache unter anderem auch darin, dass jedermann seine drei Artikel für 4,87 Euro unbedingt bargeldlos bezahlen muss. Bitte Geheimnummer eingeben, schon wieder vertippt, also nochmal, warten auf den Beleg – wer da den 5-Euroschein gezückt hätte, wäre schneller bedient.

Doch es tun sich neue und schnellere Wege auf, an der Kasse zu bezahlen. So genannte Mobile Wallets sollen in Zukunft die Funktionen von Portemonnaie und Schlüsselbund per App auf das Smartphone übertragen. Bargeldlos einkaufen nur mit dem Smartphone – für Konsumenten durchaus vorstellbar, wenn wesentliche Anforderungen an die Technik erfüllt werden.

Zu diesem Ergebnis jedenfalls kommt eine Studie von E-Commerce-Center Köln und goetzpartners mit dem etwas sperrigen Titel „Verhilft die Mobile Wallet mPayment zum Durchbruch? – Erfolgsstrategien für Marktteilnehmer auf Basis aktueller Verbraucherwünsche“. Die Experten fanden heraus, dass 23 Prozent der Befragten heute schon Apps nutzen, die als Vorläufer von mWallets zu betrachten sind. 56 Prozent der Interviewten, die diese Apps noch nicht nutzen, können sich den Einsatz einer mWallet durchaus vorstellen. Interessantes Detail: Wenn die Performance überzeugt, würden über 50 Prozent der Interessenten sogar für die neue Technik zahlen.

Zur perfekten mWallet gehört an erster Stelle die Zahlung im Ladengeschäft, 78 Prozent würden eine solche Funktion begrüßen. 74,5 Prozent setzen auf Bezahlmöglichkeiten in Onlineshops oder Apps. Die Speicherung und Nutzung von Club- oder Mitgliedskarten – die Fachleute nennen es Loyalty-Funktionen - sowie Coupons und Dokumenten spielt immerhin noch für 67,2 Prozent eine wichtige Rolle.

„Die von den Kunden gewünschten Loyalty-Funktionen bieten auch klare Vorteile für den Handel. So können Händler über die gespeicherten Daten ihre Kunden besser kennenlernen und personalisierte Angebote entwickeln“, erklärt Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Marcus Worbs, Partner bei goetzpartners, sieht folgende Aspekte: „Anbieter müssen gewährleisten, dass der Konsument mit einer mWallet überall bezahlen kann und dass die Lösung sicher vor Hackerangriffen ist. So können Anbieter Erlöse erzielen und Transaktionskosten einsparen.“ Voraussetzung ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Finanzdienstleistern, Telekommunikationsunternehmen, Handel und Technologieanbietern.

Um den Einsatz von mWallets zum Erfolg zu machen, müssen fünf Faktoren gegeben sein. Unter anderem sehen die Ersteller der Studie die Sicherheit, Einsatzmöglichkeiten (online und stationärer Handel) sowie einen klaren Mehrwert für Anbieter wie auch den stationären Handel als Grundvoraussetzung für größtmögliche Akzeptanz.

(Christian Weis)


 


 

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