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Export unverzichtbar

800 Teilnehmer beim IHK-Außenwirtschaftstag NRW

Der Export bleibt eine tragende Säule im "Geschäftsmodell Deutschland". Jedenfalls wenn es nach den nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) geht. Etwa 800 Unternehmer und Außenhandelsexperten kamen zur bundesweit größten Fachveranstaltung für Außenwirtschaft.

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen informierten sich über ihre Chancen auf ausländischen Märkten. Frank Malis, Leiter des Bereiches Außenwirtschaft der IHK Aachen, sieht darin die Stellung der IHKs als "Ansprechpartner Nummer eins für das internationale Geschäft" bestätigt. "Das weltweite Netzwerk der IHKs und Auslandshandelskammern (AHKs) hilft dem Mittelstand, ferne Märkte zu erschließen und begleitet beratend Unternehmen auf dem Weg dahin."

 "Der Erfolg auf ausländischen Märkten ist für immer mehr Unternehmen unverzichtbar", sagte der Präsident der IHK Nord Westfalen, Dr. Benedikt Hüffer, bei der Eröffnung des sechsten IHK-Außenwirtschaftstags NRW in Münster. Das treffe auch auf die Region Aachen zu, so Frank Malis, Leiter des Bereiches Außenwirtschaft der IHK Aachen, denn für viele spezialisierte Unternehmen sei der deutsche Markt zu klein. Bei der Veranstaltung in Münster vertrat Malis die IHK Aachen als Moderator des Indien-Workshops. Als Podiumsgäste waren dort aus der Aachener Region Dr. Satish Batra, Präsident der HORIZON Gruppe, Aachen, und Stefanie Peters, Geschäftsführerin der NEUMAN & ESSER GmbH & Co. KG, Übach-Palenberg, vertreten.

Allein 37 Auslandshandelskammern standen beim Außenwirtschaftstag mit ihren Fachleuten für Einzelgespräche zur Verfügung. Neben einem Dutzend praxisorientierter Workshops - etwa zur Abwehr von Wirtschaftsspionage oder zur Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland - gab es Kompakttrainings für erfolgreiche Verhandlungen in China, Indien und Afrika - die regionalen Schwerpunkte des 6. IHK-Außenwirtschaftstags.

Das "Geschäftsmodell Deutschland" hinterfragte der Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Prof. Dr. Dr. Hans-Werner Sinn. Dadurch komme es zu einer "nivellierenden Lohnpolitik", durch die arbeitsintensive Bereiche im Dienstleistungsgewerbe dezimiert und im verarbeitenden Gewerbe übermäßig rasch der internationalen Niedriglohnkonkurrenz preisgegeben würden. Der Wandel zu einem besseren Geschäftsmodell mit weniger verzerrten Wirtschaftsstrukturen sei für Sinn mit der Agenda 2010 gelegt worden. Dieser Weg müsse fortgesetzt werden.

Sinn forderte für Deutschland eine Politik, die die Dynamik in der Binnenwirtschaft verstärkt. "Dazu muss wieder mehr im Inland investiert werden", so der Ifo-Präsident. So werde sich zwar die Wertschöpfung im Export nur noch verhalten entwickeln, dafür aber mehr Wertschöpfung in der Binnenwirtschaft entstehen, so Sinn.

(Redaktion)


 


 

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