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Stromversorgung

Smart Grids brauchen geballte Forscher-Intelligenz

Wer mehr Erneuerbare in der Stromversorgung will, muss dafür sorgen, dass die Netze intelligenter und flexibler werden. Intelligente Netze – Smart Grids – werden künftig das zentrale Element der Stromversorgung sein. Darum ging es in einem Workshop zur Messtechnik in der Stromversorgungs-Infrastruktur an der RWTH Aaachen.

„Ein modernes und leistungsfähiges Stromnetz ist die entscheidende Voraussetzung für die Stromversorgung mit weiter wachsendem Anteil erneuerbarer Energien.“ So steht es wörtlich im Entwurf zum kommenden Energiekonzept der Bundesregierung.

Smart Grids - Intelligente Netze - übernehmen den Informationsaustausch zwischen Stromerzeuger, Speicher und Verbraucher und steuern auf Basis dieser Daten den Stromtransport. Voraussetzungen dazu sind zielgerichtete Weiterentwicklungen in der Leistungselektronik und in der Messtechnik

„Die Messtechnik ist sicher einer der wichtigsten Bausteine in einer Stromversorgungs- Infrastruktur , die innerhalb weniger Jahre auf völlig neue Herausforderungen ausgerichtet und umgebaut werden muss.“ Professor Dr. Antonello Monti, Direktor des Institute for Automation of Complex Power Systems am E.ON Energy Research Center (E.ON ERC) der RWTH Aachen, ist davon überzeugt, dass die dringend benötigten technischen Lösungen für solche Problemstellungen nur in einer weltweit arbeitsteilig organisierten gemeinsamen Anstrengung von Industrie und Hochschulforschung rechtzeitig zur notwendigen Serienreife und Zuverlässigkeit gebracht werden können.

Grund genug für den italienischen Ingenieurwissenschaftler, der unter anderem an renommierten Hochschulen in den USA geforscht und gelehrt hat, hochkarätige Kollegen – 20 aus der Forschung und 10 aus der Industrie – in Aachen zu zusammenzubringen, um entsprechende Lösungsansätze im Rahmen eines dreitägigen Workshops zu diskutieren.

Diese Veranstaltung, die als Initialzündung zu einer ganzen Reihe ähnlicher Workshops an weiteren renommierten Hochschulen zu sehen ist, schafft eine gemeinsame Plattform für den Austausch über wissenschaftliche Erkenntnisse und Vorhaben sowie technische Entwicklungen, um diese möglichst vielen Kollegen zugänglich zu machen und offen zu diskutieren.

Organisiert wurde das Treffen unter dem ideellen Dach der Instrumentation & Measurement Society des weltweit größten Ingenieurverbandes IEEE. Damit ist dann auch sichergestellt, dass die Ergebnisse dieses Workshops und seiner Nachfolger Forschern und Entwicklern weltweit zur Verfügung stehen. 

Welche Bedeutung diesem Thema in den Ingenieurwissenschaften zugemessen wird, zeigt sich unter anderem beim Blick auf die beeindruckende Liste der Vortragenden: Neben Wissenschaftlern und Praktikern aus Belgien, Brasilien, China, Indien, Italien, Rumänien, Spanien, Taiwan, den USA und natürlich Deutschland präsentierten mit Professor Dr. Alessandro Ferrero von der Politecnico di Milano und dem ERC-Direktor Professor Dr. Rik W. de Doncker gleich zwei ehemalige IEEE-Präsidenten ihre Forschungsergebnisse. Und Dr. Hervé Touati von E.ON Climate & Renewables machte deutlich, vor welcher Mammutaufgabe die Industrie steht, welche Lösungsansätze bisher gewählt wurden und wo man dringend auf ingenieurwissenschaftliche Unterstützung angewiesen ist.

(Redaktion)


 


 

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