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Städter, Beamte und Akademiker lassen Auto öfter stehen

Das Marktforschungsinstitut GfK befragte im Auftrag der deutsche internet versicherung ag im Juli 705 Autofahrer zu ihrem Mobilitätsverhalten. Familien mit Kindern nutzen seltener alternative Verkehrsmittel. Arbeiter fahren meistens Auto.

Von allen Befragten gaben 67,6 Prozent an, für Strecken über 300 Kilometern immer das Auto zu benutzen. 21,5 Prozent nutzen heute häufiger als früher andere Verkehrsmittel. Immerhin 9,9 Prozent gaben an, dass sie für längere Strecken meistens andere Verkehrsmittel nutzen. "Rund ein Drittel der Autofahrer scheinen heute bei der Verkehrsmittelwahl genau zu überlegen, ob sie Alternativen nutzen können", so Falko Struve.

Je größer der Wohnort, desto mehr nutzen den ÖPNV

Signifikante Unterschiede ergeben sich unter Berücksichtigung soziodemografischer Merkmale. Denn: Je größer der Wohnort, je höher Einkommen und Bildungsabschluss sind, desto größer ist die Bereitschaft zur Nutzung alternativer Verkehrsmittel. Bei Familien hingegen ergibt sich ein gegenteiliges Bild: Bei zwei Kindern beispielsweise reisen 90,9 Prozent der Befragten ausschließlich mit dem Auto. Ohne Kinder sind dies nur 64,1 Prozent.

Im ländlichen Raum dominiert das Auto, in Städten höhere Nutzung von Alternativen

Die größten Unterschiede zeigt die Umfrage zwischen Arbeitern und Beamten. 81,4 Prozent der Arbeiter sitzen immer hinter dem Lenkrad, wenn sie mehr als 300 Kilometer verreisen. Bei den Beamten sind es nur 55,6 Prozent. Jeder vierte Beamte hat sich von anderen Verkehrsmitteln überzeugen lassen und steigt nun häufiger in diese ein als es noch früher der Fall war. Jeder fünfte Beamte nutzt sogar meistens die öffentliche Alternative.

In ländlich geprägten Räumen ist die ausschließliche Autonutzung stärker vertreten als in Ballungsräumen. Für die Stadt gilt: Rund 25 Prozent der deutschen Großstädter nutzen heute öfters als früher alternative Verkehrsmittel. Über 15 Prozent nutzen für längere Strecken sogar meistens Busse, Bahnen oder Flugzeuge. Auch das Mobilitätsverhalten in Ost und West ist unterschiedlich: In den östlichen Bundesländern sitzen 73,2 Prozent bei Fahrten über 300 Kilometer immer hinter dem Steuer . Im Westen sind es nur 66,3 Prozent.

"Kinderlose Beamte mit Hochschulstudium und Wohnsitz in einer westdeutschen Großstadt zeigen das ökologischste Mobilitätsverhalten", fasst Falko Struve das Ergebnis der Befragung zusammen. Allerdings sei es natürlich auch eine Frage des Einkommens, der Verfügbarkeit alternativer Verkehrsmittel und der persönlichen Lebensführung, ob man auf sein Auto häufiger verzichtet.

(Redaktion)


 


 

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