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Familien

Familie ist den Deutschen am wichtigsten

Familie ist "in": Für 76 Prozent der Deutschen steht die Familie an erster Stelle - gefolgt vom Freundeskreis, dem Beruf und Hobbys. Dies zeigt die nun zum sechsten Mal vorgelegte "Vorwerk Familienstudie 2010" des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Im Auftrag von Vorwerk befragte das Institut für Demoskopie Allensbach zum sechsten Mal in Jahresfolge seit 2005 einen repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt zu Aspekten der Familienarbeit und zum Familienleben in Deutschland. Für die „Vorwerk Familienstudie 2010“ wurden insgesamt 1.882 Personen ab 16 Jahre befragt. Neben der Rolle der Familie widmet sich die Studie dem "modernen Mann", der Vorbildfunktion der Väter, den Generationskonflikten bei der Kindererziehung sowie der Aufgabenteilung bei der Familienarbeit und deren Anerkennung. Hier einige ausgewählte Ergebnisse:

Familie ist "in"

Für 76 Prozent der Deutschen steht die Familie an erster Stelle - gefolgt vom Freundeskreis, dem Beruf und Hobbys. Lediglich jungen Single-Männern ist der Freundeskreis wichtiger als die Familie. Dies zeigt die "Vorwerk Familienstudie 2010". Doch wen man alles zu seiner Familie zählt, hängt stark von der eigenen Familiensituation ab. Während in einer Partnerschaft Lebende spontan die Mitglieder der klassischen Kernfamilie nennen, gehören für viele 16- bis 44-jährige Single-Frauen auch enge Freundinnen und Freunde (20 Prozent) sowie die Katze und der Hund (11 Prozent) zur Familie. Der Familienbegriff ist damit deutlich flexibler geworden. Zur "gefühlten" Familie zählt, wer einem besonders sympathisch ist. Familie bedeutet für die meisten gegenseitige Solidarität (89 Prozent), lieben und geliebt werden (87 Prozent), Geborgenheit (84 Prozent) sowie Menschen, die füreinander Verantwortung tragen (75 Prozent). In Zeiten wegbrechender äußerer Sicherheiten wie Bedrohung durch Jobverlust, Finanzkrisen und Umweltkatastrophen rückt die Familie näher zusammen, um dort Sicherheit zu suchen und offensichtlich in vielen Fällen auch zu finden.

Mythos "moderner Mann"

Was einen "modernen Mann" ausmacht, ist aus Frauen- und Männersicht recht unterschiedlich. Ein "moderner Mann" beteiligt sich partnerschaftlich an der Hausarbeit und Erziehung, sieht seine Partnerin als gleichberechtigt an, ist familienorientiert, einfühlsam und hilfsbereit - so die Sicht der Frauen. Männer denken dagegen seltener an partnerschaftliche Gleichberechtigung, sondern an das gepflegte Erscheinungsbild, Karriereorientierung und sportlichen Ehrgeiz.

Warum sich Kinder vor der Hausarbeit drücken

Viele Kinder helfen im Haushalt nur widerwillig. Den Eltern zufolge verweigern Kinder die Mithilfe, weil sie darauf keine Lust haben (85 Prozent), diese Arbeiten langweilig finden (59 Prozent) und der Freundeskreis auch nicht helfen muss (49 Prozent). Außerdem bestätigen Eltern, dass Kinder generell ungern Dinge tun, die ihnen die Eltern vorschreiben (53 Prozent), und dass Kinder Hausarbeit als Aufgabe der Eltern ansehen (58 Prozent). Vor allem, wenn Eltern bei Jungen eher nachsichtig sind, wenn diese die Arbeiten im Haushalt nicht erledigen wollen, und Väter im Haushalt nicht mithelfen, sehen Jungen Hausarbeit als Frauenaufgabe an.

Generationskonflikte bei der Kindererziehung

Eine zu große Entfernung, aber auch unterschiedliche Vorstellungen von Haushaltsführung und Kindererziehung sind die meistgenannten Gründe, warum sich Großeltern wenig oder gar nicht an der Erziehung der Enkel beteiligen. So ist es Großeltern viel wichtiger als ihren Kindern, dass Ordnung gehalten, mit Geld sparsam umgegangen und selbst gekocht wird.

Viel Arbeit, wenig Anerkennung für Familienarbeit

Die Aufgabenverteilung in Partnerschaften hat sich kaum verändert: Wäsche waschen, Bügeln, Kochen, Putzen sowie die Kindererziehung sind nach wie vor Frauensache; Männer kümmern sich allenfalls um Reparaturen im Haushalt, Rasenmähen und gelegentlich auch um die Finanzen. Die Anerkennung für die Leistungen im Haushalt und für die Familie bleibt jedoch aus. Nur 19 Prozent der Befragten finden, dass Familienarbeit genügend gewürdigt wird.

Die wichtigsten Ergebnisse im Detail


 


 

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