21.10.2010  08:00 Uhr

Konjunktur
Wirtschaft lässt die Krise hinter sich

Aachen-Euregio. Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) im Rheinland – Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln und Mittlerer Niederrhein ,zum Herbst 2010, vermeldet zufriedene Unternehmer

Die Wirtschaft im Rheinland hat das Vorkrisenniveau fast wieder erreicht. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen der Unternehmen haben sich seit Jahresbeginn deutlich verbessert. Das ist das Ergebnis der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) im RheinlandAachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln und Mittlerer Niederrhein – zum Herbst 2010, an denen sich 2.000 Unternehmen beteiligt haben.

Demzufolge sind 35 Prozent der befragten Unternehmen mit ihrer Geschäftslage zufrieden, 12 Prozent melden schlechte Geschäfte. Damit verbesserte sich der Lagesaldo von –9 Punkte auf 23 Punkte. Bei den Geschäftserwartungen blicken sogar 40 Prozent der Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft, 10 haben eingetrübte Erwartungen. Somit klettert der Erwartungssaldo von 11 auf 30 Punkte. "Der IHK-Konjunkturklimaindex springt im Rheinland von 100,8 Punkten zum Jahresbeginn auf nunmehr 126,4 Punkte. Das sind vergleichsweise Höchstwerte", stellt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes heraus. "Der Trend weist in der Industrie, dem Groß- und Einzelhandel sowie bei den Dienstleistern durchgängig nach oben, wobei die Entwicklung im Einzelhandel etwas moderater ist."

Die Unternehmen im Rheinland planen wieder zu expandieren. Jedes dritte befragte Unternehmen stockt Investitionsbudgets für 2011 auf, 15 Prozent werden ihre Investitionen zurück fahren. Der Saldo befindet sich zum ersten Mal seit dem Spätsommer 2008 wieder im positiven Bereich.

Positive Meldungen kommen auch vom Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote im Rheinland ist rückläufig. Im September 2010 lag die Arbeitslosenquote bei 8,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch 8,5 Prozent betragen.

Beschäftigung steigt

Die Unternehmen im Rheinland wollen ihre Belegschaft ausweiten. 22 Prozent der Befragten planen, zusätzliches Personal einzustellen – nur 13 Prozent wollen den Mitarbeiterstamm verkleinern.

Zum vierten Mal in Folge beurteilen die Unternehmen die Wirtschaftslage besser als in der jeweiligen Vorumfrage. Ausschlaggebend war die Erholung der Weltwirtschaft, die zu einem anhaltend hohen Exportvolumen geführt hat und so auch die Bereitschaft zu Investitionen stimuliert hat. Die Unternehmen blicken optimistisch nach vorne: 38 Prozent der Befragten rechnen mit steigenden Exportvolumina. Nur 7 Prozent befürchten rückläufige Exportgeschäfte. Insbesondere die Nachfrage nach technologie- und innovationsgeprägten Produkten führt zu einer Ausweitung des Kapitalstocks hiesiger Unternehmen.



 

(Redaktion)

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