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IHK Aachen lobt Engagement des Fraunhofer Instituts für Lasertechnik bei der Ausgründung technologieorientierter Unternehmen

Lob und Anerkennung: Die Industrie- und Handelskammer Aachen würdigt das große Engagement des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik (ILT) bei der Ausgründung technologieorientierter Unternehmen in der Wirtschaftsregion Aachen.

 

 "Wir freuen uns sehr darüber, dass eine große Zahl wachstumsstarker Hightech-Unternehmen aus dem renommierten Aachener Forschungsinstitut hervorgegangen sind", sagt Michael F. Bayer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. "Mit ihrer hohen Innovationskraft tragen diese Firmen nicht unerheblich zur Sicherung unseres Standorts als eine der bedeutendsten Technologie-Regionen Deutschlands bei. Bemerkenswert ist, dass seit Bestehen des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik jedes Jahr mindestens eine neue Unternehmensausgründung von Wissenschaftlern aus diesem Hause erfolgte."

 Aktueller Anlass ist die Verleihung des deutschen Umweltpreises an die geschäftsführenden Gesellschafter des in Herzogenrath, Städteregion Aachen, ansässigen Unternehmens Clean Lasersysteme GmbH. Das Hightech-Unternehmen, im Februar 1997 als Spin-Off des Fraunhofer-Instituts ILT gegründet, überzeugt Anwender durch ein innovatives Reinigungsverfahren, bei dem ein fokussierter Laserstrahl Schmutz- und Deckschichten von Materialien durch Verdampfen entfernt. Bundespräsident Christian Wulff verlieh die hohe Auszeichnung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (BDU) im Rahmen eines Festaktes jetzt in Bremen.

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ist seit 25 Jahren in Aachen ansässig. In dieser Zeit entstanden rund 30 Unternehmen als "Spin-Offs", von denen sich die meisten in der Wirtschaftsregion Aachen niedergelassen haben. Die Hightech-Produkte, die in der ganzen Welt gefragt sind, sichern zahlreiche Arbeitsplätze, "womit sie einen wertvollen Beitrag zum erfolgreichen Strukturwandel in unserer Region leisten", betont Michael F. Bayer.

Institutsleiter Professor Dr. rer. nat. Reinhart Poprawe M. A. sagt: "Der absolute Löwenanteil der Innovationen, die mit unserer Hilfe in die Welt kommen, entsteht in der projektbasierten Auftragsforschung. Allerdings sind Ausgründungen von deutlich höherer Sichtbarkeit und die Beiträge summieren sich: Allein die Mehrwertsteuer der Umsätze der ILT-spin-offs ist dreimal höher als die Grundfinanzierung des ILT. In jeder Hinsicht ein hervorragendes Geschäft für unsere Gesellschaft."

Insgesamt entstanden in der Wirtschaftsregion Aachen zwischen 1975 und 2009 genau 1.410 Unternehmen als "Spin-Offs" aus Hochschulinstituten, Forschungseinrichtungen und größeren Firmen. Dies belegt eine aktuelle IHK-Studie zur Ausgründung technologieorientierter Unternehmen (TOU) aus diesen Einrichtungen. Die neu gegründeten Unternehmen beschäftigen derzeit rund 32.100 Mitarbeiter.

Der überwiegende Teil der technologieorientierten Unternehmen kommt aus den Aachener Hochschulen RWTH und FH sowie den in der Region angesiedelten Forschungseinrichtungen. Aus bestehenden Unternehmen sind rund 48 Prozent aller TOU hervorgegangen. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl dieser Ausgründungen weiter gestiegen, so dass jetzt fast jede zweite als "Spin-Off" aus etablierten Unternehmen stammt. Die Studie belegt darüber hinaus, dass die Zahl von technologieorientierten Unternehmen mit kleinerem Kernteam tendenziell zunimmt. Im Durchschnitt beschäftigt heute jedes TOU rund 23 Festangestellte, 2005 waren es noch 28 fest angestellte Mitarbeiter.

Es bestätigt sich auch der Trend zur arbeitsteiligen Wirtschaft. Die bereits etablierten TOU können auf zahlreiche Ingenieurbüros zurückgreifen, die Ihre Dienstleistung alleine oder in Kooperation anbieten. Als Hemmnisse für einen erfolgreichen Unternehmensaufbau gaben die Unternehmen die Akquisition von Kunden und eine mangelnde Finanzierung an. "Die Studie deckt sich auch mit unseren Erfahrungen aus der Beratungspraxis, wonach sich junge Technologieunternehmer auf das technische Produkt oder noch häufiger die technische Dienstleistung konzentrieren. Wachstum als strategisches Unternehmensziel wird vernachlässigt," erläutert Michael F. Bayer.

(Redaktion)


 


 

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