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Rekordumsatz

Amazon erneut mit Rekordumsatz

Das Internetkaufhaus Amazon meldet Rekordumsätze, aber auch deutliche Gewinneinbußen wegen hoher Investitionen.

Früher, in der Schule, die alten Hasen werden sich erinnern, da gab es ein Fach wie Erdkunde. Das später dann durch eine Umbenennung in Geografie irgendwie aufgewertet wurde. Da lernte man etwas über Mutter Erde, über weit entfernt gelegene Flüsse wie den Amazonas. Der schlängelt sich über eine Gesamtlänge von 6.450 Kilometern durch Südamerika.

In Geschichte wiederum begegneten die Pennäler den Amazonen. Laut griechischer Mythologie ein matriarchalisch organisiertes Frauenvolk, das in Anatolien sowie am Ostufer des Schwarzen Meeres beheimatet war.

Vergessen wir die Buchstaben „as“, verzichten wir auf das „en“, und schon landen wir bei einem Online-Unternehmen, von dem heute jedes Kind besser und früher Bescheid weiß als über Flüsse und Frauen. Amazon ist dermaßen präsent im Netz, mit einem so umfangreichen Sortiment und stetig steigenden Umsätzen, dass einem schwindelig werden kann.

Der Umsatz kratzt knapp an der Zehn-Milliarden-Dollar-Grenze und steigerte sich um mehr als 50 Prozent. Diese Zahlen spiegeln lediglich das zweite Quartal wider. Was als Versandbuchhandel begann, hat sich zu einem Riesenkaufhaus entwickelt, in dem man alles kaufen kann, um beispielsweise einen kompletten Hausstand neu zu installieren.

Einziges Manko bei der Sache: Die Gewinne bei Amazon halten mit den Umsätzen nicht Schritt. Unterm Strich bleiben 191 Millionen Dollar übrig. Die weiteren Prognosen sehen düster aus. Am Ende des nächsten Quartals könnten nur noch 20 Millionen Dollar in der Bilanz ausgewiesen werden – fast schon eine schwarze Null.

Amazon investiert viel in Infrastruktur und Marketing

Die Ursache dafür sind gewaltige Investitionen, die Amazon tätigt. Auf der einen Seite in die Infrastruktur, etwa den Neu- und Ausbau der Logistikzentren. Andererseits fährt Amazon auch einige Marketingaktionen, die ein enormes Loch in die Kasse schlagen. So wurde das neueste Album von Lady Gaga für 99 Cent unters Volk geworfen wie die Kamelle beim Rosenmontagszug.

Amazon tummelt sich zudem auf Geschäftsfeldern wie Webhosting, vertreibt Apps für Android-Smartphones und verleiht Filme online. Dabei ist der Blick immer auf den großen Konkurrenten Ebay gerichtet, der mit seinen Onlineauktionen ebenfalls Milliardenumsätze erwirtschaftet.

In den Augen der Analysten steht Amazon noch gut da, die bekannt gegebenen Zahlen verhalfen der Aktie zu einem Anstieg von sechs Prozent. „Niedrige Preise, eine breitere Auswahl, eine schnelle Lieferung und Innovationen haben für das rasanteste Wachstum gesorgt, das wir seit mehr als einem Jahrzehnt gesehen haben“, kommentierte Amazon-Chef Jim Bezos das Ergebnis.

(FN)


 


 

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