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  • 12.10.2016, 12:37 Uhr
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  • Deutschland
Arbeitsplatz

Digitales Know-how: Ein Hebel für mehr Chancengleichheit am Arbeitsplatz

Die Digitalisierung krempelt die Arbeitswelt um. Hilft die in Ausbildung und Job erworbene Onlinekompetenz den Frauen, den Sprossenabstand auf der Karriereleiter zu den Männern zu verringern? Einiges scheint dafür zu sprechen.

Karriere dank digitaler Kompetenz

Neue Berufsbilder und Möglichkeiten durch die Digitalisierung machen es Frauen zunehmend leichter, in ihren Karrieren voranzukommen. Eine Studie des Beratungsunternehmens Accenture zeigt den Zusammenhang zwischen hoher digitaler Kompetenz, dem Bildungsniveau und den beruflichen Aussichten auf und weist auf die Auswirkungen hin. So erreichen in 16 von insgesamt 31 Ländern, in denen die Untersuchung durchgeführt wurde, Frauen mittlerweile ein höheres Bildungsniveau als Männer. Das liegt laut Studie unter anderem daran, dass sie digitale Technologien effektiver nutzen. Außerdem erhalten sie im Berufsleben neue Chancen, da die Digitalisierung ihnen ein höheres Maß an Flexibilität im Job ermöglicht, als es früher der Fall war. Von diesem Vorteil profitieren auch die Männer – Frauen allerdings in einem wesentlich höheren Maße. Zudem sind 61 Prozent der in Deutschland für die Studie befragten Männer und Frauen überzeugt, dass die Digitalisierung es den Frauen einfacher macht, einen Job zu bekommen und dauerhaft am Erwerbsleben teilzunehmen. 63 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Digitalisierung zu mehr Chancengleichheit für Frauen im Job führen wird.

Im Kommen: Typisch weibliche Führungsqualitäten

Hinzu kommt der Trend, dass Unternehmensstrukturen sich durch die digitale Dynamik zugunsten des weiblichen Geschlechts ändern. Früher kamen Führungskräfte durch ihr singuläres Fachwissen zu ihrer Position. Im digitalen Zeitalter hingegen ist das Tempo in vielen Branchen so rasant geworden, dass ein Fachgebiet kaum noch von einer Person allein dominiert werden kann – vielmehr wird es von ganzen Teams besetzt. Daher kommt es zukünftig stärker darauf an, diese Teams zu motivieren und Aufgaben intelligent zu delegieren – Führungsqualitäten, die insbesondere Frauen zugeschrieben werden. Und die bestimmte Typen von Chefs, die in der Vergangenheit hauptsächlich von Männern geprägt wurden, verschwinden lassen könnten. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Digitalisierung der Gesellschaft auch bei der Gleichberechtigung im Berufsleben für Veränderungen sorgt.

(Redaktion)


 


 

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