Sie sind hier: Startseite Lifestyle Life & Balance
Weitere Artikel
Arbeitsplatz

Sitz-Steh-Dynamik: Am Arbeitsplatz gesund arbeiten

Jeden Tag nehmen rund 18 Millionen Deutschen den Platz an ihrem Schreibtisch ein. Der Computer ist das Werkzeug Nummer eins für sie. Bürotische sind ebenfalls alle gleich, unterscheiden sich in der Regel nur optisch voneinander. Bewegung findet am Arbeitsplatz nur wenig statt.

Im Laufe seines Arbeitslebens verbringt der durchschnittliche Büroangestellte 80.000 Stunden sitzend. Der Bewegungsmangel führt einer Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bei 80 Prozent der Personen zu gesundheitlichen Beschwerden. Ein Großteil leidet an Verspannungen und Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich, rund die Hälfte wird von Rücken Problemen geplagt. Dabei ist die Lösung der unbequemen Büros sehr einfach.

Im Sitzen arbeiten ist keine Entspannung

Für Menschen, die täglich auf der Baustelle hart arbeiten, mag das Sitzen in der Pause eine wahre Erholung sein. Wer allerdings mehrere Stunden im Büro sitzt, für den ist der Gang zur Toilette ein Segen. Das Dauersitzen schädigt auf Dauer den Rücken, da die Bandscheiben stark beansprucht werden. Beim Gehen beträgt der Druck auf die Bandscheiben 100 Prozent, beim gerade Sitzen dagegen 140 Prozent. Wer dagegen entspannt, also nach vorne gebeugt, am Schreibtisch Platz nimmt, der beansprucht seine Bandscheiben fast doppelt so viel wie beim Stehen.

Richtig sitzen

Um niemanden falsche Hoffnungen zu machen: Es gibt kein richtiges oder falsches Sitzen - die Dauer ist entscheidend. Dennoch kann man auch im Sitzen seine Wirbelsäule entlasten:

  • das Becken nach vorne positionieren
  • das Körpergewicht mehr auf die rechte und anschließend linke Gesäßhälfte verlagern
  • den Brustkorb nach vorne, hinten oder zur Seite schieben
  • den Nacken in regelmäßigen Abständen strecken
  • entspannt nach hinten in die Rückenlehne lehnen

Regelmäßig aufstehen

Wenn Frauen in regelmäßigen Abständen zur Toilette gehen, versuchen sie in der Regel nicht der Arbeit zu entgehen. Der Gang zur Toilette ist tatsächlich eine gute Möglichkeit, um seinen Körper zu strecken und die Wirbelsäule zu entlasten. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie alle fünf Minuten das WC aufsuchen müssen. Zum Strecken kann man auch kurz vom Bürostuhl aufstehen. Wenn Sie die Kollegen merkwürdig angucken, dann empfehlen Sie ihnen, dasselbe zu tun.

Das Problem mit der Gewohnheit

Die oben beschriebenen Tipps und Ratschläge sind eigentlich einfach umzusetzen und gleichzeitig sind sie es doch nicht. Der Grund: Jahrelang wurde versucht, Büromenschen durch die Greifraumergonomie an den Arbeitsplatz zu fesseln. Dabei werden alle Arbeitsmittel so angeordnet, dass sie immer und überall erreichbar sind, ohne dass die Angestellten aufstehen zu müssen. Der moderne Computer hat diese „Technik“ nur noch verstärkt. Statt zum Kollegen zu gehen und ihn etwas zu fragen, verschickt man heute eine E-Mail.

Arbeit mit Fitness kombinieren

Auch Büroangestellte können mit den nachfolgenden Tipps Sport treiben, sowohl am Arbeitsplatz als auch auf dem Weg:

  • mit dem Fahrrad statt Auto zur Arbeit fahren
  • das Auto etwas entfernt parken und den Weg zum Büro laufen
  • Treppe statt Fahrstuhl nutzen
  • Utensilien aus dem Greifraum entfernen
  • telefonieren, kurze Meetings im Stehen vollbringen
  • Akten, Briefe etc. selbst abholen
  • innerbetriebliche Kontaktaufnahme persönlich statt per E-Mail oder Telefon erledigen
  • Steh-Sitz-Möbel nutzen beziehungsweise online bei 123Moebel kaufen

Artikelbild; Gewohnheit: © 

(Redaktion)


 


 

Arbeitsplatz
Sitzen
Büro
Bandscheiben
Angestellten
Toilette

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Arbeitsplatz" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: