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Unternehmen planen Senkung der Arbeitsplatzkosten um 50 %

Unternehmen wollen nach der Krise die Ausgaben für Immobilien deutlich senken und die Anzahl der Mitarbeiter steigern, ohne dabei die Büroflächen zu vergrößern. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Forschungsbericht von Regus (www.regus.de) und dem britischen Forschungsunternehmen Unwired Ventures (www.unwired.eu.com), der heute auf der weltgrößten Immobilienmesse MIPIM in Cannes erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Wie der Bericht deutlich macht, ist das Ziel der Unternehmen, die Arbeitsplatzkosten je Mitarbeiter von momentan 19.000 US-Dollar durch neue Arbeitsplatzmodelle, innovative Bürokonzepte und eine mobilere Arbeitsweise auf 7.000 US-Dollar zu senken. Zudem sollen Fortschritte beim Thema Nachhaltigkeit erreicht werden.

Der Forschungsbericht „[email protected]“ basiert auf Einschätzungen von Immobilienstrategen international tätiger Unternehmen wie Nokia, Accenture, BP, Barclays und BBC sowie auf Fallstudien unter anderem von Vodafone, Macquarie Bank und Interpolis. Aus diesen Angaben leitet der Bericht sechs Faktoren ab, die bei der Senkung der Arbeitsplatzkosten eine Rolle spielen, nämlich Immobilien, Arbeitskultur, Menschen, Technologie, Transport und Nachhaltigkeit.

Zur Senkung der Arbeitsplatzkosten pro Kopf gibt der Bericht die folgenden Empfehlungen aus:

  • Immobilien: Ermittlung des Auslastungsgrads und der Fluktuationskosten zur Errechnung der echten Raumkosten.
  • Arbeitskultur: Ergebnis- statt aufsichtsbasierter Ansatz, um die Leistungen der Mitarbeiter zu messen.
  • Menschen: Genaue Einschätzung jedes Mitarbeiters und Verständnis für die Bedürfnisse von vier Mitarbeitergenerationen.
  • Technologie: Vollständige Vereinheitlichung der Unternehmenstechnologie, sodass Mitarbeiter an jedem beliebigen Ort arbeiten können.
  • Transport: Reduzierung der Pendel- und Reisezeiten für Mitarbeiter durch polyzentrisches Arbeiten.
  • Nachhaltigkeit: Senkung des CO2-Ausstoßes durch Verkleinerung des Immobilienbestands und intelligente Gebäudemanagementsysteme.

Mark Dixon, Gründer und CEO von Regus, kommentiert: „Unser momentanes Arbeitsmodell lässt sich auf Dauer sicherlich nicht aufrechterhalten. Es ist ein Relikt aus dem Industriezeitalter, das in unserer modernen Welt fehl am Platz ist und das viele der aktuellen Probleme verursacht oder zumindest zu deren Entstehung beigetragen hat – von unserer oft unzureichenden Work-Life-Balance über die teilweise verheerenden Unternehmensbilanzen bis hin zur Schädigung der Umwelt. Eine angemessenere Arbeitsweise, bei der wir flexibel entscheiden können, wie, wo und wann wir arbeiten, würde uns das Leben erleichtern und gleichzeitig Vorteile für die Unternehmen und für die Umwelt mit sich bringen.“

Philip Ross, CEO von Unwired Ventures, erklärt: „Wenn Unternehmen beginnen, die Empfehlungen des Berichts umzusetzen, wird früher oder später ein Punkt erreicht, an dem die meisten Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit frei einteilen können. Auch die Tatsache, dass sich Firmen zunehmend auf eine einzige Unternehmenszentrale beschränken, trägt zu dieser Entwicklung bei. Dadurch wird die Anzahl der zur Verfügung stehenden Orte, an denen ‚zwischendurch‘ gearbeitet werden kann, explosionsartig ansteigen. So entsteht ein neues Netzwerk von Orten, an denen gearbeitet wird und die quasi zum Büro werden – und zwar außerhalb des Unternehmens und der eigenen vier Wände. Dieser Nabe-Speiche-Ansatz ist äußerst wichtig, da Standorte zunehmend konsolidiert werden und die Mobilität innerhalb von Städten durch die steigende Verkehrsbelastung erschwert wird. Das Mobilitätsproblem in Städten und Vororten wird zu einer gesteigerten Nachfrage nach einem multizentrischen, aktivitätsbasierten Arbeitsmodell führen.“

(Quelle: Regus)


 


 

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