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  • 08.02.2016, 17:52 Uhr
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Arbeitszeugnis

Unvorteilhaftes Arbeitszeugnis - Formulierungen sind ausschlaggebend

Wer sich mit einem Arbeitszeugnis bewerben muss, der weiß, viele neue potentielle Arbeitgeber gehen nicht nur nach dem Stil der Bewerbung und dem Lebenslauf, sondern auch das Arbeitszeugnis eines vorherigen Arbeitgebers ist hier ein springender Punkt, ob man überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

Viele Bewerber wundern sich, dass sie nur Absagen erhalten. Dies kann eventuell an der ein oder anderen eigentlich netten Formulierung im Zeugnis liegen. Denn hierüber geben sich die Arbeitgeber versteckte Hinweise, wie der Bewerber sich wirklich anstellt. Zeugnisse dürfen mittlerweile keine negativen Sätze mehr enthalten, doch auch positive können so formuliert sein, dass sie einen Hinweis auf eine nicht so schöne Angewohnheit des Arbeitnehmers bieten.

Das Arbeitszeugnis eingehend auf die Formulierungen prüfen

Wer ein Arbeitszeugnis erhalten hat, sollte dies umgehend lesen und auf Formulierungen prüfen, die versteckte Hinweise geben könnten. Ein Arbeitnehmer hat laut Bundesgerichtshof ein Recht auf ein wohlwollend formuliertes Zeugnis. Doch auch Aussagen wie "war fleißig, höflich und hilfsbereit" sind zwar sehr wohlwollend formuliert, zeigen dem neuen potentiellen Arbeitgeber allerdings auch, dass diese Person immer bemüht war, aber nicht viel auf die Reihe bekommen hat, wie es so schön heißt. Wurde hier jedoch schon ein "stets" zugefügt, dann ist diese Aussage als positiv zu bewerten. Wer daher die Codes der Zeugnissprache selber nicht kennt, sollte sich immer Hilfe einholen und einen Experten das Zeugnis lesen lassen. Hilfe bekommt man auch auf der Seite Karrierepropeller.de. Hier können auch alle Formulierungen noch einmal nachgelesen und mit dem eigenen Zeugnis verglichen werden. Auch fehlende Aussagen im Zeugnis können negativ sein. Wurden bestimmte Leistungen im Zeugnis gar nicht erst erwähnt, dann deutet dies darauf hin, dass der ehemalige Arbeitgeber zu diesem Punkt keine wohlwollenden Formulieren mehr finden konnte und ihn daher besser direkt unerwähnt lässt. Hier kommt es natürlich immer auf die verschiedenen Branchen an, in der man arbeitet.

Wie kann man einem schlechten Arbeitszeugnis vorbeugen und gegebenenfalls entgegentreten?

Wenn man sein Zeugnis selbst formuliert, von einem Experten prüfen lässt und dieses dem Chef zur Unterschrift vorlegt, dann ist man auf der sicheren Seite. Doch nicht jeder Arbeitgeber macht eine solche Vorgehensweise mit, vor allen dann nicht, wenn man sich eventuell im Streit getrennt hat. Doch auch ein schlechtes vom Vorgesetzten ausgestelltes Zeugnis muss man nicht so einfach hinnehmen und kann durchaus dagegen vorgehen, So sollte man als erstes das Gespräch suchen, wenn man die ein oder andere Aussage nicht so passend und eher ungerecht findet. Vielleicht lässt sich der Verfasser des Zeugnisses ja darauf ein, vielleicht hat er selbst nicht so ganz genau darüber nachgedacht, dass die ein oder andere Formulierung eher negativ auf andere wirkt. In dieses Gespräch muss man immer gut vorbereitet gehen, dazu gehört auch, dass die beanstandeten Textpassagen herausgesucht werden und hierfür eventuelle neue Formulierungen geboten werden. Wer bereits Alternativen zu bieten hat, dem wird eher zugehört. Aber diese dürfen keinesfalls im völligen Gegensatz zum restlichen Zeugnis stehen, denn dann wird es für den potentiellen neuen Arbeitgeber erst recht undurchsichtig.

(Redaktion)


 


 

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