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Atomunglück

Fukushima: erste Umweltfolgen nach Reaktorunglück

Vor der Küste Fukushimas sind erstmals die Umweltfolgen der vergangenen Atomkatastrophe zu spüren. Gefangene Fische weisen einen 258-fach erhöhten Cäsium-Wert auf. Auch andere Tiere, wie Schmetterlinge, zeigen Fehlbildungen.

Im März 2011 sorgte ein schweres Erdbeben für starke Beschädigungen im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi. Obwohl die Kernschmelzen und die ausgetretene Radioaktivität vom Betreiber des Werkes als unbedenklich erklärt wurde, zeigen sich erste Auswirkungen der Strahlung. Zwei Grünlinge wurden mit 20 Kilometer Entfernung vor der Küste des ehemaligen Kraftwerkes gefangen und untersucht. Der Cäsium-Wert der Fische lag 258-fach über den Wert, den die Regierung einst als unbedenklich für den Verzehr festgelegt hat.

Weitere Auswirkungen bekannt

Forscher entdeckten außerdem einheimische Schmetterlinge, die selbst in der dritten Generation unnatürliche Mutationen aufweisen. Diese spezielle Schmetterlingsart der Bläulinge sammelte sich im Umfeld des Kernreaktors nach dem Unglück. Einige Monate später bemerkten Forscher bereits Veränderungen in Form und Farbmuster der Flügel. Die Wissenschaftler der Universität von Ryukyu in Okinawa sind sich sicher, dass diese Veränderungen auf das Atomunglück zurückgehen. Biologen nutzen Schmetterlinge oft als Indikator, da sie rasch auf Umwelteinflüsse reagieren.

Auch vor der US-Küste sind radioaktive Stoffe in Thunfischen nachgewiesen worden. Forscher bestätigen jedoch, dass die Vermischung des Meerwassers die Konzentration an Radionukleiden sinken lässt. Inzwischen sei die Belastung der Ozeane nur noch gering.

(Redaktion)


 


 

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