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Auction to go

Real Life Auktionen

Zugegeben: Auktionen gibt es schon lange, Offline-Auktionen erst recht. Aber: Die etablierten Auktionshäuser bieten in aller Regel hochwertige Waren wie Kunstwerke, Schmuck oder Oldtimer an.

Die Idee von Auction to go: Die Verbindung vom tollen Live-Event-Charakter (jeder, der schon einmal auf einer Kunstauktion war, wird das bestätigen) mit der breiten Kundenansprache und der Convenience von ebay.

Und so funktioniert es: Pro Stadt finden 4 Mal pro Monat Auktionen statt. Dafür wird jeweils ein entsprechender Raum angemietet, z.B. ein kleines Theater oder sonstige Veranstaltungsräumlichkeiten. Dies sollte nicht mehr als wenige hundert Euro kosten. Ob es immer die gleichen Räumlichkeiten sind oder ob man ständig wechselt: Beides hat Vor- und Nachteile und muss gegeneinander abgewogen werden.

Die jeweilige Auktion stellt man am besten unter ein Motto, z.B. “Unterhaltungselektronik”, “Fahrräder” oder “Wohnaccessoires”.

Das besondere bei Auction to go Events: Jeder kann kaufen und verkaufen. Dass heißt, jeder kann Dinge, die er an dem Abend versteigern lassen möchte, direkt mitbringen. Es sollten allerdings Waren mit einen erwarteten Verkaufserlös von mindestens 50 EUR sein. Die Verkäufer müssen sich kurz mit Hilfe eines Formulars registrieren. Auf diesem können sie auch Angaben zu den Dingen, die sie versteigern lassen möchten, machen, insbesondere den Startpreis festlegen. (Alternativ könnte es auch die Regel sein, dass der Startpreis immer 1 Euro beträgt)

Alle, ob Käufer, Verkäufer oder beides, zahlen Eintritt und erhalten einen Zettel mit einer Nummer zum mitbieten.

Der eigentliche Ablauf gleicht dem einer “normalen” Auktion: Die Waren werden nacheinander auf einem weißen Tisch präsentiert und vom Auktionsleiter mit Hilfe der im Formular gemachten Angaben angepriesen. Die auf dem Tisch liegenden Waren werden abgefilmt und mit einem Beamer an eine Leinwand geworfen, damit auch die Leute in der letzten Reihe noch genug sehen können. Ein Auktionshelfer dreht und wendet die Ware auf dem Tisch, so dass man sie von allen Seiten sehen kann (wenn es Sinn macht).

Nachdem eine Ware erfolgreich ersteigert wurde (“zum ersten, zum zweiten, zum dritten...”) wird von dem Auktionshelfer notiert, wer den Zuschlag zu welchem Preis erhalten hat. Nach der Auktion treffen sich Käufer und Verkäufer auf der Bühne (oder im Foyer - wo immer am meisten Platz ist) und tauschen Geld und Ware aus. Bei elektronischen Geräten, bei denen nicht direkt überprüft werden kann, ob sie funktionieren, können Käufer und Verkäufer zusätzlich die Kontaktdaten austauchen - zwecks späterer Reklamation wenn nötig.

Der Auktionshelfer sammelt von allen Verkäufern einen Prozentsatz des Verkaufserlöses ein.

Wenn die Location nett ist und dies zulässt kann das Event nach dem Auktionsteil in ein gemütliches Get together enden.

GESCHÄFTSMODELL

Es wird mit 500 Teilnehmern gerechnet, wovon 100 Waren mitbringen, die versteigert werden sollen. Bei einem Eintrittspreis von 5 EUR ergibt sich ein Erlös in Höhe von 2.500 EUR.

Die 100 Waren werden zu einem Durchschnittspreis von 75 EUR versteigert. Davon werden jeweils 20% Provision fällig. Dies ergibt ein Erlös in Höhe von 1.500 EUR.
Die Erlöse summieren sich also auf 4.000 EUR. Abzüglich Kosten für Raummiete, Personal, etc. sollte sich ein Gewinn von ca. 3.000 EUR realisieren lassen.

ZIELGRUPPE

Alle, die etwas verkaufen wollen und noch Spaß dabei haben möchten.
Alle, die etwas kaufen möchten und dabei die Hoffnung haben, ein echtes Schnäppchen zu machen. Generell alle, die schon immer mal zu einer echten Auktion gehen wollten.

ZIELMARKT

Es macht sicher Sinn, zunächst in einer Stadt zu starten und das Geschäftsmodell zu testen und ggf. zu modifizieren. Sobald man einen guten Weg gefunden hat sollte man schnell in weitere Städte expandieren um Nachahmern zuvorzukommen. Ob das Modell auch im Ausland funktioniert ist je nach Land abzuwägen.

VERMARKTUNG

  • Print
    Anzeigen in Stadtmagazinen und Eventguides bieten sich an. Hier trifft man auf Menschen, die etwas in ihrer Stadt unternehmen möchten. Der Eventcharakter der Auction to go könnte viele anziehen, auch wenn sie eigentlich gar nichts kaufen wollen.
  • SEM/SEO
    Wer online nach dem Stichwort “Auktion” sucht meint wahrscheinlich eine Online-Auktion. Daher könnte es schwer werden, in diesem Kanal Fuss zu fassen.
  • PR
    Aktuell wird das Thema “Popup Stores” sehr gehyped. Hier könnte man sich storytechnisch dranhängen.
  • Fernsehen
    Man könnte verschiedene Sender bzw. Produktionsfirmen angehen, ob sie nicht einen Abend einmal mit einem Kamerateam begleiten möchten. Bietet sich förmlich an.

ALTERNATIVE NAMEN & DOMAINS

Popup Auctions
popup-auctions.com -.net -.de popupauctions..net -.de

Action Auctions
action-auctions.net -.de

outta home auctions
outtahomeauctions.com -.net -.de

INSPIRATION

www.auctionata.com
www.gruenderszene.de/news/auctionata-earlybird
www.tagesspiegel.de/wirtschaft/pop-up-stores-voruebergehend-geoeffnet/7656762.html

(Tobias Worzyk)


 


 

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