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Abbrucharbeiten im Tiefbunker Döppersberg

Die Abbrucharbeiten für die zukünftige Kultur- und Eventlocation der Brüder Markus und Thomas Riedel schreiten zügig voran.

Bis Ende 2018 sollen unter dem Döppersberg in Wuppertal ein Klub sowie ein Eventraum für kulturelle Veranstaltungen entstehen. Betreiber sind die Brüder Markus und Thomas Riedel. Im hinteren Bereich der Baustelle Morianstraße/Brausenwerth wurden nun große Teile der bisherigen Decke des Tiefbunkers abgetragen, so dass dort später eine neue Decke eingezogen werden kann. Wider Erwarten war die Decke an dieser Stelle nicht nur 1,70 Meter, sondern gut 2,70 Meter stark. Knapp neun Tonnen wog dieses erste Deckenstück, das mittels Seilsägetechnik konisch geschnitten worden war, um ein Verkeilen beim Ausheben zu verhindern.

So bietet sich nun ein imposanter Einblick, wenn man auf den knapp sieben Meter unter dem Oberflächenniveau liegenden Fußboden des Tiefbunkers schaut. Genau an dieser Stelle des ersten Ausschnittes soll sich später der Nebeneingang zum Tiefbunker innerhalb des noch zu errichtenden Infopavillons befinden. Übrigens: Selbstabholer können abgetragenen Deckenstücke kostenlos mitnehmen.

Bunker diente als Notunterkunft

Das Projekt war europaweit ausgeschrieben worden, insgesamt gingen fünf Bewerbungen bei der Stadt ein. Das Konzept der beiden Wuppertaler setzte sich durch. Schließlich sind die Riedels keine Unbekannte in Wuppertal: Markus Riedel gehört seit Sommer 2016 dem Vorstand der Utopiastadt an, sein Bruder Thomas ist Firmenchef des weltweit operierenden Unternehmens Riedel Communications mit Firmensitz an der Uellendahler Straße. Und während Thomas Riedel zu Beginn seiner unternehmerischen Laufbahn im Eventmanagement tätig war, hat sein Bruder Markus, der lange Zeit in Berlin lebte, dort den „Record Store Hard Wax“ mitgegründet und gute Kontakte zur Berliner Klubszene.

Der Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, erbaut in den Jahren 1940 bis 1942, liegt sieben Meter unter der Erde. Der Bunker erstreckt sich vom Köbo-Haus bis zum Brausenwerth und soll über zwei separate Zugänge auf dem noch zu schaffenden Wupperpark Ost erreichbar sein. Die auf 1600 Quadratmeter verteilten kleineren Räume dienten in der Nachkriegszeit als Notunterkünfte.

(Liane Rapp)


 


 

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