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Berg-Pitch

Kühlschrank überzeugt Jury

Großes Come-together beim Leuchtturmunternehmen codecentric in Solingen: Zum Gründerwettbewerb „Berg-Pitch“ kamen über 150 Neu- und erfahrene Unternehmer sowie Vertreter der Wirtschaft.

Bei der fünften Ausgabe des Gründerwettbewerbs „Berg-Pitch“ am Montagabend waren wieder alle Sitz- und Stehplätze in der Eingangshalle des innovativen Softwareentwicklers codecentric vergeben. „Das ist ein Besucherrekord“, bestätigte Moderator Sven Wagner, Leiter des Coworking Spaces „coworkit“ in Solingen, der den Pitch gemeinsam mit codecentric veranstaltet. 

Solingens OB Tim Kurzbach lud denn auch in seiner Begrüßungsrede die vielen anwesenden Jungunternehmer und Interessenten ein, „Ihren Traum in Solingen zu verwirklichen“. Als „Kuppler“ empfahl er Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, und dessen Team, das sich in Zukunft nach seiner Vorstellung noch einmal neu aufstellen würde. Kurzbachs mittelfristiges Ziel, sei es, „die wirtschaftlichen Netzwerke weiterzuspannen.“ Er verwies darauf, dass derartige Veranstaltungen „die Denke in der Stadt veränderten“ und „Impulse geben“.

Automat soll Essverhalten verändern

Unter den Augen der zahlreichen Gäste stellten die vier ins Finale gekommenen Start-ups ihre Ideen vor. Den ersten mit 4000 Euro dotierten Preis holte eine junge Firma aus Neuss mit ihrer Idee eines neuartigen Kühlschrank-Automaten für Kantinen, Betriebe, Hotels etc., der mehrmals wöchentlich mit „frischen und gesunden Produkten zu Supermarktpreisen“ befüllt wird: etwa mit Salaten, Sandwiches und Suppen. „Livello“ soll laut Geschäftsführer Alexander Eissing so das Essverhalten am Arbeitsplatz revolutionieren und gesünder machen. Die Zielgruppe des „Livello“ sei riesig groß, so Eissing, schließlich seien „80 Prozent aller Erwerbstätigen so genannte ‚mobile eater‘, die sich fernab von zu Hause ernährten.

Öffnen lässt sich der Schrank per Kredit-, Mitarbeiterkarte oder App. Die Bezahlung funktioniert automatisch, sobald man ein Produkt herausgenommen hat. Zudem soll der Livello-Automat durch Sensoren und Datenverarbeitung die „Renner“ und „Penner“ erkennen, also Produkte, die besonders gut oder schlecht laufen und diese entsprechend nachordern oder aus dem Sortiment schmeißen. Als bereits bestehende Kunden nannte Alexander Eissing unter anderem die Hotelkette Lindner sowie Beauty-Konzern Shiseido. Noch befindet sich der „Livello“ in der Testphase, für 2019 sind aber bereits 400 Kühlschränke im Raum Düsseldorf in Planung.

Rund 15 Minuten hatte jedes der vier Jungunternehmen Zeit, seine Geschäftsidee zu erklären und Fragen zu beantworten. Über die Sieger konnten die Zuschauer per Handy-App abstimmen. Zudem floss die Wertung der siebenköpfigen Fachjury maßgeblich in das Ergebnis ein.

6. Berg-Pitch in Planung

Sven Wagner lobte die Qualität der vier Finalisten ausdrücklich. Sie konnten sich vor zwei Wochen bei einem Vor-Pitch qualifizieren. Dort waren 13 von ursprünglich 20 Bewerbern angetreten. Besonders imponierte dem Prokuristen des Gründer- und Technologiezentrums, wie verschieden die Ideen der Gründer seien. Auf dem zweiten Platz landete Gründer Laurens Schröder mit seinem Unternehmen „connectavo“ aus Berlin und seiner Instandhaltungssoftware für Maschinen. Den dritten Platz belegten „Stylique“, die eine Internetseite mit Renovierungskonzepten betreiben, und „Seec“ aus Datteln, die im Rahmen eines Sharing-Konzeptes, alte A-Klassen von Mercedes kostengünstig mit Elektromotoren umrüsten wollen.

Für die jungen Unternehmen gibt es beim Berg-Pitch nicht nur Preise zu gewinnen, sie haben auch die Möglichkeit, Kontakte zu bergischen Unternehmen zu knüpfen. Die Stadt Solingen verfolgt mit der Veranstaltung das Ziel, etablierte Mittelständler und die frischen Ideen von Start-ups zusammenzuführen. Der nächste Berg-Pitch soll bereits im Mai kommenden stattfinden. Weitere Informationen zur Veranstaltung, zu „Coworkit“ und zum Gründer- und Technologiezentrum in Solingen hält Sven Wagner bereit: [email protected] , Telefon 0212/ 249. Er stellte auch noch die neue Digitalisierungslandkarte bergisch.io vor, auf der bereits 130 Technologie-Unternehmen im Bergischen eingetragen sind, und die der besseren Vernetzung in der Region dienen solle.

PREISE
1. PLATZ 4000 Euro plus sechs Monate Start-up-Stipendium (Coworking, Begleitung von Mentoren und Workshops)
2. PLATZ 1000 Euro plus drei Monate kostenfreies Coworking
3. UND 4. PLATZ Zwei Monate kostenfreies Coworking
SONDERPREIS Workshop und Coachinggutschein für den kreativsten Pitch des Abends

(Liane Rapp)


 


 

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