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Bergische Kooperation

Her mit den Mehrwegbechern!

Mit einer Plakat-Aktion wollen die Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid weiter gegen die Müllflut durch Einweg-Kaffeebecher kämpfen.

 Ab sofort rollen Müllwagen u.a. der Technischen Betrieb Remscheid (TBR) und der TBS in Solingen mit der klaren Botschaft „Mehrweg statt Einweg“ und einem Hinweis auf die „Bergische Becherkarte“ durch die Straßen.

Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz unterstützt die Aktion ganz ausdrücklich: „Einwegbecher müssen der Vergangenheit angehören. Ich bin mir sicher, dass die Werbung für Mehrwegbecher, mit der insgesamt acht Fahrzeuge unserer TBR durchs Stadtgebiet rollen, bei den Menschen ankommt.“ Und weiter: „Bereits im September vergangenen Jahres haben wir im Zoologischen Garten Wuppertal gemeinsam für den „Meer-Wert-Becher“ im Bergischen geworben, den Pfandbecher gibt es inzwischen in vielen Bäckereien. Wir in Remscheid sind auch in Gesprächen mit der Fridays for future-Initiative, um mögliche nachhaltige Lösungen für Trinkgefäße in den Schulen zu finden.“

Beim Umstieg auf Mehrwegbecher helfen soll die digitale „Bergische Becherkarte“ unter www.bergischebecherkarte.de, von der auf den neuen Plakaten zu lesen ist: Die Karte bietet eine Gesamtübersicht, welche Bäckereien und Cafés Pfandbecher anbieten oder vom Kunden mitgebrachte Becher auffüllen. Mittlerweile findet sich auf der Karte eine Vielzahl eingetragener gastronomischer Betriebe, viele mit mehreren Filialen in den drei Städten. Bürger können sich auf diese Weise umfassend über die lokalen Alternativen zum Einweg-Becher informieren.

"Einweg-Becher sind eine Umweltsünde"

„Einweg-Becher sind eine Umweltsünde, weil für den sehr kurzen Gebrauch viele Ressourcen verschwendet werden", sagt auch Solingens Bürgermeister Ernst Lauterjung, der zur Vorstellung der Aktion nach Wuppertal gekommen war. "Und in den Innenstädten quellen die Mülleimer über. Wir wollen dieses Wegwerfverhalten ändern und die Becherflut eindämmen."

Auch beim Projekt „Nachhaltig feiern in Solingen" soll in der Klingenstadt schrittweise wiederverwendbares Geschirr eingeführt werden. Schon seit 2019 kommen bei öffentlichen Festen nur noch Becher zum Einsatz, die gespült und wieder verwendet werden können. Auch für Getränkeflaschen gilt seitdem das Mehrweggebot. Mayo, Ketchup und Co. kommen nach Bedarf aus Spendern, so dass Kleinstverpackungen mit viel Abfall verschwinden. Diese ersten Ansätze sind seitdem auch in allen offiziellen Auflagen des Ordnungsamtes festgelegt.

Müllreduzierung etwa beim Dürpelfest

Die meisten Menschen unterstützen Bemühungen, Müll und vor allem Plastik zu reduzieren: So war 2019 beim Dürpelfest schon ein deutlicher Erfolg zu verbuchen: die Müllmenge sank gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent von fünf auf 4 Tonnen. Und das bei 20 Prozent mehr Besucherinnen und Besuchern.

In diesem Jahr folgt im zweiten Schritt als Probelauf die Einführung von Mehrweg-Geschirr und Besteck bei Veranstaltungen im Stadtgebiet. Ein leistungsfähiges Spülmobil, Becher (in noch höherer Stückzahl) sowie auch Geschirr (in höherer Stückzahl) sollen als Leihgabe zur Verfügung stehen. Mit Unterstützung eines Dritten ist die Stadt Solingen dabei, ein Serviceangebot aufzubauen, um private wie öffentliche Veranstaltungen beim nachhaltigen Feiern zu unterstützen.

(Liane Rapp)


 


 

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