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Bergisches Trassennetz

Fahrradtourismus durch Vernetzung

Rund 60 Teilnehmer haben auf Einladung der Bergischen Entwicklungsagentur (BEA) im Bahnhof Mirke in Wuppertal gemeinsam beraten, wie die Angebote entlang der Radwege auf den ehemaligen Bahntrassen im bergischen Städtedreieck entwickelt, verknüpft und als attraktives Gesamtpaket vermarktet werden sollen

Der Fahrradtourismus birgt für die Region Remscheid, Solingen und Wuppertal erhebliches Potential, da die Infrastruktur wächst und die Nordbahntrasse in weiten Teilen fertiggestellt ist. Schätzungen gehen zukünftig von 500.000 Nutzern der Trassen, davon 200.000 Gäste pro Jahr von außerhalb und immerhin 50.000 Übernachtungsgästen aus. BEA-Geschäftsführer Bodo Middeldorf prognostiziert, dass 250 bis 300 Arbeitsplätze durch den Fahrradtourismus geschaffen werden können. Daher will man die richtigen Schritte tun, um mit Partnern, Vereinen, Initiativen und Projekten entlang der Trassen diese Wertschöpfung auch zu erreichen.

Sehenswürdigkeiten und viel ehrenamtliches Engagement

Jede der sieben Trassen hat ein eigenes Thema; allen gemein ist, dass sie gefällearm sind und als eigenes Verkehrssystem kaum in Berührung mit dem Autoverkehr kommen. Ab 2014 soll es zudem eine durchgängige Beschilderung geben, die die Wege vom und zum übrigen NRW-Radwegenetz ausweist. In nächster Zeit sollen die Infrastruktur um die Trassen sowie Bed & Bike-Angebote, abschließbare Aufbewahrungsboxen und sichere Führungen ausgebaut werden. Das Remscheider Hotel Wuppertaler Hof bietet bereits eine "Bed & Bike"-Pauschale an, die regen Anklang in der Bevölkerung findet. Auch das im Bahnhof Mirke verortete Projekt Utopiastadt ist ein weiteres Beispiel für die positive Entwicklung entlang der Trassen. Es hat sich längst zum kreativen Treffpunkt mit Ateliers und Ausstellungen entwickelt, und das nun geöffnete Fahrradreperaturcafé in Verbindung mit dem fertig gestellten Trassenstück verleiht dem ganzen Stadtquartier zusätzlich Aufschwung. Ferner betreibt der Kinder- und Jugendverein „Fuhrgemeinschaft Solingen“ seit Anfang dieses Jahres zwei Eisenbahnwaggons an den Trassen als Café an den Wochenenden.

Der Blick auf beispielhafte Projekte außerhalb der Region lohnt sich

Entlang des Ruhrtal Radweges ist man in der Vermarktungsentwicklung schon einige Jahre weiter. 450.000 Euro, Tendenz steigend, werden hier jährlich umgesetzt, wie Thomas Strauch, verantwortlich für den Streckenabschnitt von Hagen bis Bochum, berichtete. Die Fähre lässt auch genaue Zahlen zu, 140.000 Passagiere waren es im letzten Jahr, davon 35.000 mit Packtaschen. Middeldorf fühlt sich angesichts dieser Zahlen bestätigt: „Die BEA ist überzeugt, dass die touristischen Potenziale keine Theorie sind.“

(Redaktion)


 


 

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