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Erfolgreiches Unternehmen

Vom „Cook-Key“ bis zur Saugroboter-App – Vorwerk feiert Neuerungen und Erfolge

Das global agiernde Unternehmen überzeugt durch starke Umsatzzahlen und bestätigt Wuppertal als wichtigen Bezugs- und Standort.

Die Wuppertaler Vorwerk Gruppe befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Das ergaben die aktuellen Ergebnisse, die auf einer Bilanzpressekonferenz vorgestellt wurden. In nahezu allen Bereichen konnten die Umsatzahlen im letzten Jahr gesteigert werden, auch das Geschäftsvolumen stieg um 23,4 Prozent.

Was als Barmer Teppichfabrik begann, ist heute ein milliardenschweres, globales Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 3,5 Milliarden Euro. Das 132-jährige Familienunternehmen Vorwerk betreibt sein Kerngeschäft mit dem direkten Vertrieb von Haushaltsprodukten und ist in über 70 Ländern aktiv. Am erfolgreichsten ist das Multifunktions-Küchengerät Thermomix, das im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzwachstum von 49,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro aufweist und 39 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht.

An zweiter Stelle der umsatzstärksten Vorwerk-Produkte folgt der Geschäftsbereich Kobold, mit dem der Konzern mit etwa einer Milliarde Euro 30 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet und ein Umsatzplus von 16,1 Prozent zum Vorjahr erreichte. „Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück“, resümierten die persönlich haftenden Gesellschafter Reiner Strecker, Frank van Oers und Rainer Christian Genes in Düsseldorf.

Auch auf eine bemerkenswerte Unternehmensentwicklung, insbesondere seit dem Jahr 2005, kann das Unternehmen zurückblicken: In den vergangenen 10 Jahren habe sich der Gesamtumsatz von 1,8 auf 3,5 Milliarden Euro fast verdoppelt. Alleine seit 2013 ist jedes Jahr eine Neuerung des Unternehmens auf den Markt gekommen; angefangen mit der Einführung des einheitlichen Produktdesigns 2013 bis hin zum neuen Kobold Reinigungssystems in diesem Jahr.

Rezepte per WLAN und Saugroboter-Apps

Womit ist der große Erfolg der Produkte von Vorwerk zu erklären? Zum einen sei ein Erfolgsfaktor die zunehmende Digitalisierung der Vorwerk-Haushaltsprodukte. Ein Beispiel dafür: der „Cook-Key“, der neueste Zusatz für den Thermomix TM5, der noch in diesem Jahr auf den Markt kommt .Mit seiner Hilfe können Rezepte aus dem Online-Rezept-Portal direkt auf das Display der Maschine gesendet werden.

Darüber hinaus ist zur Steuerung des Kobold VR200 Saugroboters eine App geplant. Diese wird zurzeit in Österreich getestet und soll im Laufe des Jahres zur Nutzung auch in Deutschland freigegeben werden. „Vorwerk erkennt die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung. Diese spielt für unsere Produkte schon jetzt eine wichtige Rolle “, begründet PR-Referentin Sandra Krieger.

Das Produkt Thermomix speziell komme so gut an, weil er die Möglichkeit, frisch, aber auch schnell zu kochen, vereine. „Das Thema ‚gesundes Kochen‘ wird interessanter und gewinnt an Prestige. Gleichzeitig haben die Menschen immer weniger Zeit zu kochen. Daher ist der Thermomix eine ideale Ergänzung“, erklärt Sandra Krieger.

Standort Wuppertal

Für Vorwerk sei Wuppertal als Hauptsitz des international agierenden Unternehmens nach wie vor besonders wichtig, so Sandra Krieger. In Wuppertal befinde sich der größte Produktionsstandort der Vorwerk Gruppe. Hier wird u. a. der Thermomix sowie der Kobold VK200 Handstaubsauger produziert. Auch Forschung und Entwicklung werde am „Heimatstandort“ betrieben. Vorwerk sei, laut Krieger, dem Bergischen Land und den Menschen hier sehr verbunden. Das Bekenntnis zum Standort zeige sich zum einen durch sein regionales soziales Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit, unter anderem in Schulen und Kindergärten, aber auch durch das persönliche Umfeld der Mitarbeiter am Wuppertaler Standort. Für das Jahr 2016 stellt Vorwerk mehr als 170 Millionen Euro an Investitionsgeldern für größere Infrastrukturmaßnahmen an den verschiedenen Produktionsstandorten zur Verfügung, von denen etwa 80 Prozent in den Wuppertaler Produktionsstandort fließen sollen.

Zusammenarbeit mit Universität Wuppertal in Planung

Weiter gestärkt werden soll der Standort Wuppertal auch durch eine Vorwerk- Stiftungsprofessur an der Bergischen Universität Wuppertal im Bereich „Technologien und Management der Digitalen Transformation“, welche Vorwerk in den nächsten fünf Jahren mit insgesamt 1,5 Millionen Euro unterstützen wird. Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert Koch spricht von einem „Resultat der exzellenten Vernetzung unserer Universität mit der regionalen Wirtschaft“.

Zukunftspläne

Gerade im Bereich der Kooperationen mit jungen „Start-up“- Unternehmen hat sich in den letzten Jahren bei Vorwerk einiges getan und dies soll noch weiter ausgebaut werden. Innovativen, jungen Unternehmen soll dabei durch die „Vorwerk Direct Selling Ventures GmbH“ mit der finanziellen Stärke und dem bewährten Direktvertriebs-Knowhow von Vorwerk auf die wirtschaftlichen Sprünge geholfen werden. Mit dem im Jahre 2015 neu eingeführten Geschäftsfeld „Twercs“, einem Ladekoffer mit vier Akku-Werkzeugen, befindet sich bereits ein „Start-up“-Unternehmen im eigenen Betrieb. Ein Beispiel für die Kooperation mit externen Unternehmen ist die mit dem Berliner Start-up „HelloFresh“, das wöchentlich Kochboxen mit gesunden Rezepten und den dazu benötigten Lebensmitteln anbietet. Hier kann man nun auch spezielle Kochboxen bestellen, die auf die Verwendung mit dem Thermomix abgestimmt sind.

Steckbrief Vorwerk & Co.KG

Gründungsjahr: 1883
Sitz: Wuppertal
Familienunternehmen                                                                                                                                                                                 Persönlich haftende Gesellschafter: Reiner Strecker, Frank van Oers, Rainer Genes

Beschäftigte: 625.000 (davon 612.000 als selbstständige Berater)
Umsatz: 3,5 Milliarden Euro (Jahr 2015)
Global: aktiv in über 70 Ländern

Kerngeschäft ist der Direktvertrieb hochwertiger Haushaltsprodukte (Küchenmaschine Thermomix, Staubsauger Kobold, Werkzeuge Twercs, Produkte von Lux Asia Pacific) und Kosmetika (JAFRA Cosmetics)

(Isabel Riedel)


 


 

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