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Fairer Handel

GEPA schafft 3 Prozent Umsatzplus

Seit über 40 Jahren hat die GEPA, die "Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH", ihren Sitz in Wuppertal. Nun legte sie die aktuellen Zahlen vor.

Fairer Handel – das bedeutet, Verantwortung übernehmen von Seiten der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Umdenken in Richtung kritischer Konsum und transparenter Lieferketten. Aufgrund gewachsener Nachfrage beim Verbraucher konnte die GEPA, die "Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH“ mit Sitz in Wuppertal, ihren Großhandelsumsatz 2015 im Vergleich zu 2014 um 3 Prozent auf rund 69 Millionen Euro steigern.

„Unsere Markenstrategie mit ‚fair plus‘ hat maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg beigetragen. Wir danken allen Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Engagierten, dass sie den Fairen Handel der Gepa nicht nur im Jubiläumsjahr so unterstützt haben“, erklärte der neue GEPA-Geschäftsführer Matthias Kroth.

Fair Trade-Kerzen: kleines Jobwunder auf Java

Seinen Beitrag zu gerechterem Handel leistet auch der GEPA-Partner Wax Industri aus Indonesien. Wax Industri war das erste größere Unternehmen, das in der abgelegenen Gegend von Ostjava Arbeitsplätze schaffte. Frauen erhalten hier besondere Chancen. Die Kerzen aus nachhaltigem Palmwachs werden in Handarbeit gegossen, poliert und verpackt. Ong Wen Ping hat sich dabei ganz bewusst gegen Maschinen entschieden. „Was hätte es für einen Sinn gehabt, eine Fabrik hinzustellen, um billig zu produzieren? Nur wenn die Menschen hier ein stabiles Einkommen und gute Arbeitsbedingungen haben, können wir alle friedlich und ohne Kriminalität leben“, sagt der engagierte Firmengründer. „Wir bekämpfen durch den Fairen Handel die Armut in unserer Region, aber wir bekämpfen nicht Menschen, die arm sind. Der Dialog mit der GEPA unterstützt uns dabei, den Fairen Handel und unsere Produkte weiterzuentwickeln.“

Der Anteil von GEPA-Produkten in Weltläden liegt bei über 50 Prozent. Der Vertriebsbereich Weltläden und Aktionsgruppen konnte mit rund 22 Millionen Euro seinen Umsatz 2015 um gut 1,3 Prozent leicht über Vorjahresniveau steigern. Der Vertrieb Lebensmittel-, Bio- und Naturkosthandel erhöhte seinen Umsatz um 8,6 Prozent auf rund 25,5 Millionen Euro. So konnte bei Schlüssel-Kunden aus dem Lebensmittel- und Bio-Fachhandel der Umsatz gesteigert werden. Der Außer-Haus-Service (z.B. Firmenkantinen oder Bildungseinrichtungen) verbuchte ein leichtes Plus um rund 1 Prozent auf 7,7 Millionen Euro. Als Kunde wurde beispielsweise das Deutsche Fußball Museum in Dortmund gewonnen. Auch der Onlineshop für Endkunden konnte sich um 29,1 Prozent auf rund 0,9 Millionen Euro Umsatz steigern. Der Umsatz im Bereich Ausland/Verarbeiter hingegen sank um 4,8 Prozent auf rund 12,8 Millionen Euro.

GEPA-Schülertag

Unter dem Motto „GEPA erleben – Fairen Handel entdecken“ können interessierte Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen in Wuppertal und Umgebung am 29.6. bei der GEPA hinter die Kulissen schauen. Pro Schule sind maximal zehn Anmeldungen bis zum 31.5.2016 möglich, Infos hier

Faire Woche vom 16. bis 30. September 2016

„Fairer Handel wirkt“ lautet das Motto. Kirchen, Verbände, Handel, Politik, Weltläden und alle Interessierten sind aufgerufen, sich auch dieses Jahr mit Veranstaltungen zu beteiligen, weitere Infos hier.

Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit über 40 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 als „Deutschlands nachhaltigste Marke“; gleichzeitig wurde sie dabei unter die Top 3 der nachhaltigsten Kleinunternehmen (bis 499 Mitarbeiter) gewählt. Außerdem hat sich die GEPA nach dem neuen Garantiesystem der WFTO prüfen lassen.

(Liane Rapp)


 


 

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