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Weichgespülte Multifunktion

Der Stadtrat hat sich für eine Multifunktionsarena im Bergischen Land ausgesprochen. Bauen sollen die aber andere. Nämlich die, die sie auch nutzen.

Der Bergische Handballclub (BHC) trägt einen Großteil seiner Heimspiele in der Unihalle aus. Jörg Föste, Geschäftsführer des BHC, beschreibt die Gegebenheiten dort als „abenteuerlich schlecht“: „Der Komfort der Halle, die Sichtmöglichkeiten, die Verkehrs- und Parksituation, Andienung, Stauraum. Daher setze sich sein Club „im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements“ für den Bau einer neuen Multifunktionsarena für alle und für viele Anlässe. Auch die Wuppertaler Politik setzt sich mit dem Thema auseinander. Einstimmig hat der Rat am 10. November die Vorlage von SPD und CDU zur Realisierung einer Multifunktionshalle im Bergischen Städtedreieck beschlossen. Ursprünglicher Antragsteller war die FDP-Fraktion.

Zunkunft mit Hindernissen

Hinter der Zukunft der Wuppertaler Unihalle steht jedoch ein dickes Fragezeichen. Die Halle wird sich unter anderem mit den ganz großen Veranstaltungsorten in den Nachbarstädten nicht messen können, dafür sind die vorgesehenen 7000 Plätze mit Innenraumnutzung nicht ausreichend. Ein weiterer Knackpunkt ist aber der BHC selbst. Als Ankermieter sollen seine Heimspiele Priorität haben. „Gerade die regelmäßige Vereinsnutzung kann ein Problem sein, wenn sie mit der Tourneeplanung eines Künstlers kollidiert.“ so Franz Schmid – Verantwortlicher des Live Club Barmen.

Finanzieller Engpass

Auch die Finanzierung ist momentan noch spekulativ. Eine Arena dieser Größenordnung kostet etwa 15 Millionen Euro. Laut CDU und SPD wird die Stadt wird keine finanziellen Mittel zur Realisierung des Projektes bereitstellen. Die FDP hatte auf Sportfördermittel gehofft, doch nun wird das Geld für die Finanzierung wohl aus EU-Fördertöpfen kommen. „Weichgespült“ nennt Tobias Wierzba, Geschäftsführer der FDP-Ratsfraktion den neuen Antrag deshalb. Die Bereitstellung der Mittel scheitert – wie so oft – an Wuppertals finanzieller Situation. Dass die Halle gut für das Bergische Land wäre, stellt Sportdezernent Matthias Nocke nicht in Frage, doch er stellt die Verhältnisse klar. „Die Halle wird am Ende privat betrieben werden, für die Stadt ist das finanziell nicht machbar und auch nicht lohnend.  

Gekürzte Fassung. Den vollständigen Artikel finden Sie in der Wuppertaler Wochenzeitung talwaerts. Immer freitags für 1,90 Euro überall, wo es Zeitschriften gibt und für 8,90 Euro im Monatsabo: www.talwaerts-zeitung.deGekürzte Fassung. Den vollständigen Artikel finden Sie in der Wuppertaler Wochenzeitung talwaerts. Immer freitags für 1,90 Euro überall, wo es Zeitschriften gibt und für 8,90 Euro im Monatsabo: www.talwaerts-zeitung.de  

(Esther Brandt)


 


 

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