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Gesundheits-Plus im Betrieb

Vieles ist steuerfrei - Doch Vorsicht: Nicht alles fällt unter den Steuerfreibetrag!

Von frischem Obst bis hin zu ergonomischen Büromöbeln – Unternehmer, die ihren Mitarbeitern etwas Gutes tun wollen, haben es zumindest aus steuerlicher Sicht ganz einfach.

Denn: „Alle Maßnahmen des Arbeitgebers für die Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter stellen keinen geldwerten Vorteil dar und sind daher steuer- und sozialversicherungsfrei.“ Das erklärt Diplom-Kaufmann Markus Jansen, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Partner bei der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner aus Düsseldorf.

Die Kanzlei ist Mitglied bei HLB Deutschland, einem Netzwerk unabhängiger Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften. Wichtig bei den Gesundheitsleistungen sei dabei jedoch, dass diese ganz überwiegend im eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers erbracht werden, betont Jansen.

Zu diesen Maßnahmen gehören vor allem ergonomisch sinnvoll gestaltete Arbeitsplätze mit modernen Büromöbeln und Monitoren oder ein Fitnessraum im Unternehmen, der von den Mitarbeitern unentgeltlich genutzt werden kann. Auch täglich frisches Obst und gesunde Getränke sind steuerlich abzugsfähige Betriebsausgaben, die von den Arbeitnehmern nicht versteuert werden müssen.

Vorsicht sei beispielsweise bei Yoga- oder Pilateskursen geboten: „Übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für einen solchen Kurs, erfolgt dies nicht im ganz überwiegend betrieblichen Interesse. Daher stellt dies grundsätzlich einen steuer- und sozialversicherungspflichtigen geldwerten Vorteil für den Mitarbeiter dar“, warnt Jansen. Es gäbe jedoch einen jährlichen Steuerfreibetrag in Höhe von 500 Euro pro Arbeitnehmer. Bis zu diesem Freibetrag können Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zusätzlich zum vereinbarten Gehalt steuer- und sozialversicherungsfrei gewährt werden. Darunter fallen neben eigenen Angeboten des Arbeitgebers auch extern durchgeführte Maßnahmen wie Rückenkurse oder Kurse zur Entspannung und Stressbewältigung.

Davon profitieren vor allem kleinere Unternehmen, die keine eigene Gesundheitsförderung anbieten können. Wichtig: „Der Zuschuss zu besonderen Gesundheitskursen im Fitnessstudio oder im Sportverein fällt unter den Steuerfreibetrag, die Übernahme oder Bezuschussung der Mitgliedsbeiträge jedoch nicht. Letztes ist immer steuer- und sozialversicherungspflichtig für den Arbeitnehmer“, sagt Jansen.

In jedem Fall lohnt sich für den Arbeitgeber sein Einsatz in der Gesundheitsförderung, denn: „In Zeiten des Fachkräftemangels und zunehmender Überalterung der Gesellschaft wird die Gesundheit der eigenen qualifizierten Mitarbeiter immer mehr zu einem kostbaren und schutzwürdigen Gut in den Unternehmen. Wer in seine eigenen Mitarbeiter investiert, investiert in die Zukunft“, rät der Steuerexperte.

Markus begann seine Berufslaufbahn er bei einer Big-Four-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Köln. Danach folgte ein Wechsel zu einer mittelgroßen Kanzlei in Düsseldorf, wo er als geschäftsführender Partner die Bereiche Steuern und Wirtschaftsprüfung verantwortete. Seit der Fusion der Kanzlei im Jahr 2008 ist er Partner bei der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft HLB Dr. Schumacher & Partner und dort zuständig für die Standorte Düsseldorf und Leipzig. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind die Planung und Betreuung von Um- und Neustrukturierungen, die Begleitung und Strukturierung von M&A- und Corporate-Finance-Projekten, Gründungs- und Nachfolgeberatungen sowie die Beratung und Prüfung von Kapital- und Personengesellschaften einschließlich deren Gesellschafter und international tätiger Konzerne in Deutschland. Darüber hinaus ist er Geschäftsführer von HLB Deutschland, einem der drei führenden Wirtschaftsprüfer- und Steuerberaternetzwerke mit unabhängigen Mitgliederunternehmen.

(Markus Jansen)


 


 

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