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  • 13.03.2015, 16:16 Uhr
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  • Solingen / Bergisches Land
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Glasfasernetzausbau

Solingen – High-Speed-City Number One

Seit Jahren gilt Solingen als “Rock City No. 1“. Seit heute ist die Stadt im Bergischen auch „High Speed-City No. 1“. Dank des Glasfasernetzausbaus der Deutschen Telekom können nun 76.000 Haushalte sowie 6.300 Firmen mit Highspeed im Internet surfen, konkret mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s beim Herunterladen und 40 MBit/s beim Heraufladen

Nicht nur das: Auch das LTE-Mobilfunknetz wird bis Ende des Jahres zu hundert Prozent im gesamten Stadtgebiet verfügbar sein, so der Vorstandsvorsitzende Timotheus Höttges im Rahmen einer Pressekonferenz im Deutschen Klingenmuseum. Möglich gemacht hatte diese Entwicklung eine Vereinbarung der Stadt mit der Telekom aus dem Januar 2014. Daraufhin tätigte die Telekom Investitionen in Höhe von 8,2 Millionen Euro, unter anderem in rund 90 Kilometer Glasfaserleitungen sowie 200 Multifunktionsgehäuse im ganzen Stadtgebiet – die grauen Kästen, die an Straßenkreuzungen etc. stehen.

Damit ist Solingen nun „Highspeed-City Nummer eins“, so der gebürtige Solinger Höttges, „machen Sie was draus!“ Er sprach am Freitagvormittag in Solingen von 52.200 Baustellen, die 2014 die Deutsche Telekom bundesweit am Start habe, um die digitale Vernetzung der Bevölkerung zu verbessern. Und er gratulierte Solingen zum „best practice“-Status: „Ohne digitale Dienste und Anwendungen ist das Leben heute nicht mehr vorstellbar, das Internet ist fester Bestandteil unserer Lebenswirklichkeit geworden.“ Dabei nannte er als Beispiele nicht nur die Möglichkeit, HD-Filme nunmehr in sechs anstatt bisher 40 Minuten herunterladen zu können, sondern er sprach im Rahmen des „Internets der Dinge“ auch von der Vernetzung von Uhren, Smartphones, aber auch Herzschrittmachern. „Diese Vernetzung wird kommen und jeder von uns wird 2020 über fünf bis sechs IP-Adressen verfügen. Unser Slogan „Life is for sharing“ wird jeden Tag mehr Wirklichkeit, und das global.“

Ein Bürgermeister war ob der Schnelligkeit besorgt

Der oberste Manager der Telekom nannte beeindruckende Zahlen: Bis 2020 seien weltweit 50 Milliarden Geräte in digitalen Netzen, rund die Hälfte aller Einkäufe würden über das mobile Internet erfolgen. Die Telekom habe ihre Investitionen in den Ausbau in Deutschland im Vergleich zum letzten Jahr um 15 Prozent gesteigert auf 4,3 Milliarden Euro 2015 und in 2014 neue 12.000 Multifunktionsgeräte aufgestellt. Die Aktivität nehme solche Züge an, dass ihn erstmalig der Bürgermeister einer Stadt angerufen und darum gebeten habe, in langsameren Schritten den Ausbau voranzutreiben, es seien derzeit einfach zu viel Baustellen in seiner Stadt.

„Das ist mir bisher auch noch nicht passiert“, meinte Höttges lächelnd. Als größte Herausforderung sehe er derzeit, seine in Solingen lebende 86-jährige Mutter ins digitale Zeitalter zu überführen: „Sie hat neulich ein iPad geschenkt bekommen und surft nun fröhlich im Netz, lädt Fotos in der Cloud und freut sich über den Austausch mit mir und der Familie via SMS und Mail.“ Es ginge darum, möglichst viele Menschen mitzunehmen, betonte Höttges, sicher nicht uneigennützig.

Vorreiterrolle und Standortvorteil

Andererseits bedankte sich Oberbürgermeister Norbert Feith auch für das Engagement des Solingers für seine Heimatstadt, ermögliche dies doch eine Vorreiterrolle, bedeute einen entscheidenden Standortvorteil und gebe der Wirtschaft eine gute Basis für den Sprung ins „Zukunftsprojekt Industrie 4.0“. Von Freitagmittag an können nun alle Anschüsse, für die der entsprechende Tarif bei der Telekom gebucht wurde, das neue Breitbandnetz nutzen, das eine Geschwindigkeit der Datenübertragung von bis zu 100 Megabit pro Sekunde mit VDSL-Technik (Very High Speed Digital Subscriber Line) gewährleistet.

„Das ist bis zu 50 Mal schneller als das, was die Kunden bis heute zur Verfügung hatten", erklärte der Vorstandsvorsitzende. Solingen sei somit die Stadt, die "deutschland- ja weltweit über die schnellste Technologie" verfüge, entwickele sich „von der Klingenstadt zur High-Speed-Stadt". Und falls es nicht funktioniere, forderte er die Solinger auf, sich persönlich an ihn per Email zu wenden: „Ich bin der oberste Servicemitarbeiter des Unternehmens.“

(Liane Rapp)


 


 

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