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Hotelprojekt

Wird das Diepental verkauft?

In und um Leichlingen rätseln viele, was aus dem Naherholungsgebiet rund um die Diepentalsperre im Rheinisch-Bergischen Kreis werden soll. Ein Hotelprojekt erscheint wahrscheinlich.

Das kleine Naherholungsgebiet auf Leichlinger Gebiet kennen nicht nur Insider. Viele sind dort als Kind schon Boot gefahren oder haben auf der Terrasse ein Stück Kuchen gegessen … Nun soll das Ganze verkauft werden. Die Maklerfirma Greif & Meyer bietet das rund 330.000 qm große Grundstück samt Talsperre, Restaurant, Campingplatz, Freibad, Parkplatz und einiger Häuser als Gesamtpaket zum Verkauf an auf ihrer Website.

Zwar nennt der Makler keine konkrete Preisvorstellung. Es soll aber angeblich um einen Betrag von rund sechs Millionen Euro gehen. Und so wird „Objekt 952“ wie folgt beschrieben: Das Gelände befindet sich am Südrand der Stadt Leichlingen zur Stadt Leverkusen im sogenannten Diepental. Die gleichnamige Talsperre wird durch den Murbach gespeist, welcher hier von Ost nach West verläuft und in Leichlingen in der Wupper mündet. Die besondere geografische Lage ermöglicht das Naturerlebnis einer Talsperrenlandschaft am Rande des Naturparks Bergisches Land mit sehr guter Erreichbarkeit aus dem Ballungsraum Rheinland.Aus Köln erreicht man das Naherholungsgebiet nach etwa 20 km/20 Minuten und aus Düsseldorf nach etwa 30 km/30 Min.

Was auch erwähnt wird, ist eine bevorstehende Renaturierung der Talsperre, die zu großen Teilen aus Mitteln der EU und der Kommunen des Einzugsgebietes finanziert werden soll. Nun rätseln die Leichlinger, ob schon bald ein modernes Hotel an der Talsperre seinen Betrieb aufnehmen wird. Denn Leichlingens Bürgermeister Frank Steffes hatte deutlich gemacht, dass eine touristische Nutzung „mit Hotel und mehr in den vorhandenen Liegenschaften, Wochenendhäusern et cetera möglich“ sei.

Ehemals ein Rittersitz

Bereits im 13. Jahrhundert fand das Diepental als Rittersitz Erwähnung. 1440 soll an der Stelle eine Wasserburg gestanden haben, die in den Besitz von Margarete von Diepental überging. Nach mehreren Eigentümerwechseln kommt das Gelände 1897 in den Besitz der Familie Halbach. Von der ehemaligen Wasserburg sind zu diesem Zeitpunkt aber nur noch wenige Mauerreste übrig. Es folgt der Bau von Stauseen zur Stromerzeugung. 1921 wird ein Ausflugslokal in Betrieb genommen.

Im Juli 2016 wurde durch den Wupperverband bekannt gegeben, dass der Rückbau der Talsperre und die Renaturierung des Murbachs geplant seien. Die Kosten dafür sollen zu einem großen Teil von der EU getragen werden.

(Liane Rapp)


 


 

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