Weitere Artikel
IHK-Konjunkturumfrage

Bergische Betriebe gut ausgelastet

Die Geschäftslage bei den meisten Unternehmen im Bergischen ist nur leicht eingetrübt. Die Erwartungen werden wieder optimistischer. Fakt ist aber auch, dass es vielerorts an Fachkräften mangelt.

„Die bergische Wirtschaft befindet sich weiterhin in einer robusten Verfassung.“ Das betonten Thomas Meyer, Präsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge bei der Vorstellung der Ergebnisse der neuen IHK-Konjunkturumfrage.

Befragt wurden insgesamt 357 Betriebe mit insgesamt rund 20.000 Beschäftigten. Aktuell halten 39 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage für gut und 57 Prozent zumindest für befriedigend. Nur knapp fünf Prozent sind unzufrieden. Damit erreicht der Geschäftslageindex als Differenz der Antworten „gut“ und „schlecht“ mit plus 34 Punkten ein relativ hohes Niveau. Allerdings lag dieser Wert im Frühjahr noch um 14 Punkte darüber. 

Optimismus steigt

Nach Auskunft der IHK hat sich der Aufschwung allerdings mittlerweile in allen Branchen durchgesetzt. Spitzenreiter sind Dienstleister, gefolgt von der Industrie, Speditionen und Verkehrsbetrieben sowie dem Groß- und dem Einzelhandel. Viele Betriebe sind sowohl mit der Umsatz- als auch der Ertragsentwicklung sehr zufrieden. Insgesamt steigt der Optimismus, weswegen die Unternehmen Beschäftigung aufbauen, mehr auszubilden und investieren wollen.

Inzwischen hat aber jeder zweite Betrieb massive Probleme, geeignete Arbeitskräfte zu finden. Daraus erwachsen akute Hemmnisse für Wachstum (72 Prozent) und Innovationen ( 43 Prozent). Die Folge können Mehrbelastungen des vorhandenen Personals und höhere Arbeitskosten sein. Jedes zweite Unternehmen nennt seine wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als größten Risikofaktor.

Wuppertal auf Platz 1, gefolgt von Remscheid und Solingen

Im Städteranking liegt jetzt wieder Wuppertal vor Remscheid, weil die positiven Lageeinschätzungen in Remscheid stärker als in Wuppertal zurückgingen. Solingen bleibt weiter auf Platz drei. Die Umsätze des Städtedreiecks sind 2017 bis einschließlich August durchschnittlich um zwei Prozent gewachsen. Allerdings war die Entwicklung nicht einheitlich: Während die Industrieumsätze in Solingen um zehn Prozent zurückgingen und in Wuppertal stagnierten, stiegen sie in Remscheid kräftig um 15 Prozent. Grund hierfür sind die verschiedenen industriellen Schwerpunkte: So hat sich die Remscheider Werkzeugindustrie besonders gut entwickelt, während die Solinger Schneidwarenindustrie zuletzt etwas schwächelte. Insgesamt sind die Geschäftserwartungen aber erheblich optimistischer als im Frühjahr und die Betriebe gut ausgelastet.

(Liane Rapp)


 


 

Beschäftigten
IHK-Konjunkturumfrage
Fachkräfte
Betrieb

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Unternehmen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: