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Bergische Wirtschaft stabil

Die jüngste IHK-Konjunkturumfrage zeigt, dass die Lage der bergischen Wirtschaft insgesamt recht stabil ist. In Solingen freut man sich über die positive Entwicklung der Industrie.

Der Wirtschaft im Bergischen geht es ...insgesamt recht gut. Auch, wenn es laut aktueller IHK-Konjunkturumfrage, an der sich gut 400 Unternehmen mit fast 23.000 Beschäftigten beteiligten, Unterschiede zwischen den drei bergischen Großstädten gibt. Mit einem auf plus 45 gestiegenen Indexwert schneidet die Wuppertaler Wirtschaft besser ab, während die Lagebeurteilungen für Solingen (plus 26) und Remscheid (plus 15) insgesamt etwas abfallen. Solingen allerdings kann mit einer sehr positiven Entwicklung der Industrie punkten. Alles in allem erachten 40 Prozent der bergischen Unternehmen ihre Lage für gut, weitere 45 Prozent immerhin für zufriedenstellend.

Doch während die Umsätze im IHK-Bezirk überwiegend stiegen, stagnierten die Erträge. Mit Blick auf ihre positiven Umsatzprognosen bleiben die Betriebe dennoch überwiegend optimistisch. Auch rechnen sie weiterhin mit stabilen Erträgen. Einen Mangel an Arbeitskräften melden 35 Prozent. Deshalb sind die Beschäftigungs- und Ausbildungspläne eher expansiv. „An die erste Stelle der unternehmerischen Risiken schieben sich jetzt die Arbeitskosten. Gefahren sieht die regionale Wirtschaft außerdem im Exportgeschäft sowie bei den Energie- und Rohstoffpreisen“, so Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK).

Zukunftsprognosen im Einzelhandel wenig optimistisch

Beim Branchenvergleich falle auf, dass die Geschäftslage des Verkehrssektors, des Gastgewerbes und der unternehmensnahen Dienstleistungen weiterhin gut sei. Auch die Zukunftsprognosen der Unternehmen seien in diesen Wirtschaftszweigen überwiegend optimistisch. Beim Großhandel helle sich die Situation wieder merklich auf und auch der Blick in die Zukunft sei dort positiv. Ganz anders dagegen beim Einzelhandel: Nur wenige größere Unternehmen hätten Ertragszuwächse erzielen können, die der kleineren Händler dagegen seien gesunken. Auch die Zukunftsprognosen seien überwiegend wenig optimistisch.

Risiko Auslandsgeschäft

Die Lage in der bergischen Industrie hat sich im Vergleich zum Frühjahr verschlechtert. „Dennoch berichten immer noch über 80 Prozent der Industrieunternehmen von einer guten oder einer zufriedenstellenden Geschäftslage“, freut sich der IHK-Hauptgeschäftsführer. Das Inlandsgeschäft habe zu Umsatzsteigerungen geführt, beim Auslandsgeschäft sei die Entwicklung dagegen uneinheitlich. Die Daten der Industriestatistik lassen erkennen, dass die Chemie mit plus 14 Prozent kräftig zulegte, während die Exporte im Maschinenbau mit minus 26 Prozent regelrecht einbrachen. „Knapp drei Viertel der Industrieunternehmen sehen eines ihrer größten wirtschaftlichen Risiken im Auslandsabsatz. Dabei geht es um die Länderrisiken in Asien, im Nahen Osten, in Russland, der Ukraine, der Türkei und den USA“, unterstreicht Wenge.

Dennoch bleibe die Mehrheit der Unternehmen optimistisch. Knapp 30 Prozent der Befragten erwarten steigende Umsätze und 60 Prozent gehen von gleichbleibenden Umsätzen aus. Ein Viertel der Betriebe rechnet mit steigenden und 55 Prozent mit stabilen Erträgen. Banken und Sparkassen berichten von besseren Geschäften. Das historisch niedrige Zinsniveau und die gute konjunkturelle Lage beleben die Kreditnachfrage. Die sehr niedrige Zinsspanne belaste aber die Rendite.

(Liane Rapp)


 


 

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