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IHK-Umfrage

Städtedreieck: Starker Standort mit Schwächen

Offensichtlich gibt es Handlungsbedarf bei Steuern, Breitbandanbindung, Innenstadtentwicklung und Fachkräften. Die Unternehmer im Bergischen Städtedreieck geben der Region eine 3 plus (2,7).

Das Ergebnis der aktuellen Standortumfrage der IHK, an der sich insgesamt 737 Betriebe aus Wuppertal, Solingen und Remscheid beteiligt haben, bescheinigt der Region Potenzial, aber auch einen großen Nachholbedarf. „Ein guter, aber kein überragender Wert“, urteilte Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse.

Zu acht Themenfeldern (Standortkosten, Verkehr, Bildung und Arbeitsmarkt, Innovation und Hochschule, Standortklima, Standort¬attraktivität, Flächenbedarf und Breitbandanbindung) und 31 Standortfaktoren hatte die IHK die Unternehmen befragt. Besonders gut bewertet wurden u.a. die Studienangebote der Bergischen Universität sowie die Kooperation mit der Universität, auch wenn für viele Unternehmen diese Faktoren nicht so wichtig sind, weil sie keine eigene Forschung und Entwicklung betreiben und daher nicht in dem Maße auf akademische Nachwuchsfachkräfte angewiesen sind.

Wichtiger Standortfaktor: Gewerbesteuer

Ähnlich verhält es sich mit der Flughafenanbindung, die ebenfalls gut bewertet, aber für viele Unternehmen von nicht so hoher Bedeutung ist. „Ganz im Gegensatz zur Gewerbesteuer: Sie wird als sehr wichtiger Standortfaktor genannt – gleichzeitig sind die Unternehmen aber extrem unzufrieden mit der Höhe“, so Wenge. Ähnlich negativ werden die Höhe der Grundsteuer sowie die städtischen Abgaben und Gebühren bewertet. Überwiegend kritisiert wird von den Unternehmen außerdem die mangelnde Attraktivität der Innenstädte – insbesondere Sauberkeit und Sicherheitssituation seien unbefriedigend.

Forderung: Ausbau der Breitbandanbindung

Interessanterweise sind die Bewertungen in allen drei Städte sehr ähnlich, mit einem Unterschied: In Solingen wird die Straßenanbindung deutlich negativer beurteilt als in Wuppertal und Remscheid. „Hier zeigt sich erneut, dass die Anbindung an die A3 nach wie vor unbefriedigend ist“, erläutert Wenge. Die Verkehrsinfrastruktur wird auch insgesamt als besonders wichtig bewertet. Nur ein Standortfaktor wird als noch entscheidender eingeschätzt: die Breitbandanbindung. Auch zu ihren Zukunftsplänen wurden die Unternehmen befragt: Fast ein Drittel plant in den nächsten fünf Jahren eine Erweiterung. Das sei positiv, bedeute aber auch, dass entsprechende Flächen bereitgestellt werden müssen, so die IHK.

„Aus den Ergebnissen ergibt sich ein deutlicher Handlungsbedarf“, so Wenge. „So darf es aus unserer Sicht keine weiteren Steuererhöhungen geben. Zudem muss die Sauberkeit und Sicherheitssituation verbessert werden und ein flächendeckender Ausbau der Breitbandversorgung vorangetrieben werden.“ Da die Unternehmen einen steigenden Bedarf an Fachkräften angegeben hätten, müsste auch die berufliche Bildung weiter gestärkt werden. „Hieran müssen Städte und Wirtschaft gemeinsam arbeiten“, unterstrich Wenge.

Detailinformationen finden sich auf der Website der IHK, und zum Dowloaden hier.

(Liane Rapp)


 


 

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