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IHK zum Döppersberg

Fußgängerbrücke streichen / B7 nicht sperren

Mit erkennbarer Sorge haben IHK-Präsident Thomas Meyer und Hauptgeschäftführer Michael Wenge an den Oberbürgermeister geschrieben. OB Jung muss sich sagen lassen, dass die IHK von der Stadt „möglichst viel Transparenz“ erwartet und dass beim Bauen manchmal „weniger“ auch „mehr“ bedeuten kann. So schlägt die IHK vor, auf die Fußgängerbrücke vom Hauptbahnhof zur Innenstadt zu verzichten.

Die Vertretung der Unternehmerschaft moniert, dass nach den Angaben der Projektsteuerung zahlreiche Risiken nicht bewertet wurden oder noch nicht bewertbar sind, wie weitere unent- deckte Altablagerungen, Investorenrandbe- dingungen, Ausschreibungsergebnisse, Bau- zeitunterbrechungen, Urheberrechtsfragen, steuerliche Änderungen, Änderungen der Regeln der Technik und neue Erkenntnisse aus der Projektumsetzung. All das ginge nicht in die aktuell genannte Investitionssumme von 140,5 Millionen Euro ein. Außerdem sei nicht erkennbar, ob und ggfs. welche künftigen Baupreissteigerungen berück- sichtigt werden, so die beiden IHK-Spitzen.

Keine Tieferlegung der B7

Weiter heißt es in dem Schreiben an den OB: “Die derzeit erwogene dreijährige Sperrung der B7 sollte vor einer Ratsentscheidung auch hinsichtlich ihrer negativen Auswirk- ungen auf die Erreichbarkeit und die Geschäftsentwicklung der im Zentrum ansässigen Unternehmen intensiv geprüft werden.
Wir regen an zu prüfen, ob eine Bauzeitverkürzung und Kostenminimierung nicht auch dadurch erreichbar wäre, wenn auf die Fußgängerbrücke zur Innenstadt verzichtet würde. Entfiele dadurch nicht die Notwendigkeit, die B7 tieferzulegen mit der Folge, dass auch die Sperrung der B7 entbehrlich würde?
Sicherlich wäre die Fußgängerbrücke die „elegantere“ Lösung, um den Bahnhofsvorplatz zu erreichen. Das Ziel, den Hauptbahnhof oberirdisch an die Innenstadt anzubinden, bliebe möglich. Auch dies ließe sich städtebau- lich anspruchsvoll gestalten. Durch abgestimmte Ampelschaltungen an den benachbarten Kreuzungen sowie am Bahnhofsvorplatz selber sollten die Fußgängerströme und der motorisierte Verkehr beherrschbar sein.
Beispielhaft dürfen wir auf die Regelung am Hauptbahnhof in Dortmund hinweisen. Die Stadt sollte möglichst viel Transparenz herstellen und gemeinsam mit dem Land tragfähige Lösungen beraten. Denn das Land fungiert einerseits als Zuschussgeber für das Stadtentwicklungsprojekt Döppersberg und andererseits als Vertragspartner und Zuschussgeber.“

(Redaktion)


 


 

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