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  • 11.03.2016, 12:23 Uhr
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Internet-Recherche

Google-Diagnosen machen nicht gesünder - stimmen aber positiv

Viele Menschen nutzen das Internet, um sich über Krankheiten und potentielle Diagnosen zu informieren. Der Leibniz-WissenschaftsCampus in Tübingen belegt nun, dass die Nutzer dabei negative Informationen unbewusst ausblenden.

Verblüffend: Je schwerer die Erkrankung ist, über die im Internet recherchiert wird, desto zuversichtlicher fühlen sich die Anwender. Durch die vielen negativen Informationen, die im Internet kursieren, nehmen Menschen ihre eigene Gesundheit positiver wahr.

Das iat das Ergenis einer aktuellen Studie des Leibniz-WissenschaftsCampus (IWM). In der Publikation zur Mediennutzung schreibt das Institut, dass Menschen ihre Gesundheit positiver wahrnehmen, wenn sie über eine Diagnose und die damit einhergehende Bedrohung im Internet lesen. Je schlimmer die Krankheit ist, über die sie lesen, desto besser fühlen sich User in Bezug auf ihre eigene Gesundheit.

Forscher vermuten, dass das Gefühl der persönlichen Bedrohung, ausgehend von einer Krankheit, unbewusst zu einer einseitigen Informationsauswahl im Internet führt. Die User konzentrieren sich auf positive Informationen und blenden dabei alle negativen aus.

IWM-Psychologe Kai Sassenberg:”Um das Gefühl der Bedrohung zu reduzieren, wählen Patienten bei der Informationssuche im Internet mehr positive Links aus und erinnern sich öfter an positive Informationen aus gelesenen Texten.” Erkrankte haben daher eine verzerrte positivere Wahrnehmung von ihrer Gesundheit als es eigentlich der Fall ist, denn sie übersehen mögliche negative Diagnosen und Verläufe.

(Carolin Kirchhoff)


 


 

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