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Investition

3 Sterne-Hotel für Ohligs

In Solingen wurden in der letzten Woche wichtige Verträge unterzeichnet: die für den Bau eines neuen, fünfgeschossigen Hotels in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof.

Der Grundstein für den Bau des lange erwarteteten Business-Hotels in Solingen ist gelegt. Die Eigentümer der beiden Grundstücke – zum einen der Solinger Unternehmer Michael Kölker sowie zum anderen die Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft (BEG) NRW – haben mit den Investoren – Karsten Monke und Marc K. Thiel - die entsprechenden Verträge unterzeichnet. Im Rathaus trafen sich die Vertreter mit Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, um über das Vorhaben zu informieren.

Große Bedeutung für Ohligs und Solingen

Für Oberbürgermeister Tim Kurzbach erfolgt damit eine entscheidende Weichenstellung, die nicht nur für den Stadtteil Ohligs und insbesondere für die Ostseite des Hauptbahnhofs von großer Bedeutung ist, sondern für die gesamte Klingenstadt: „Das Stadtquartier wird nachhaltig aufgewertet.Ohligs gewinnt noch einmal enorm an Strahlkraft " Im Osten des Bahnhofs ginge es mit Meilensteinen voran, als Beispiele nannte er neben dem Hotelneubau die Codecentric-Zentrale und die Entwicklung des Hansa-Quartiers mit dem Galileum.

Ebenso wichtig wie für den Stadtteil Ohligs sei der Bau eines weiteren Hotels für die Klingenstadt insgesamt. „Uns fehlen Betten in Solingen“, weiß Kurzbach. „Mit diesem Hotel füllen wir endlich eine Lücke, die uns schon lange zu schaffen macht.“ Die Investoren kündigten an, dass sie in Ohligs ein Drei-Sterne-Business-Hotel bauen wollten - ein fünfgeschossiger Bau mit rund 160 Zimmern, das eine international bekannte Kette betreiben werde. Die Mietvertragsverhandlungen ständen kurz vor dem Abschluss. Eine externe Gastronomie sei im nördlichen Erdgeschoss vorgesehen. Hierfür könnten sich Interessenten bereits bei den Investoren melden. Das Gebäude soll die V-Form der Straßenverläufe von Sauerbreystraße und Steinstraße aufnehmen und damit eine neue architektonische Perspektive schaffen. Geplant wird mit großflächigen Verglasungen in den unteren Geschossen, um Transparenz und Offenheit zu erzeugen. 

Kontakte zu Investoren bei der Expo Real

Der Kontakt zu Karsten Monke wurde 2017 auf der Expo Real geknüpft, der internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien. Später gewann Monke für das Projekt Marc K. Thiel als Partner hinzu. Karsten Monke ist Inhaber eines Architekturbüros mit über 20 Architekten und Ingenieuren in Herford und selbst auch als Projektentwickler und Generalplaner bei mehreren Hotelprojekten tätig. Marc K. Thiel ist seit gut 25 Jahren in der Immobilienwirtschaft tätig, u.a. in die Markteinführung der Hotelkette „Ruby Hotels“ eingebunden. Für das Vorhaben in Ohligs haben Monke und Thiel die Projektgesellschaft „Hotel Solingen GmbH“ gegründet und ins Handelsregister des Amtsgerichts Solingen eintragen lassen.

Solingens Stadtdirektor und Planungsdezernent Hartmut Hoferichter betonte, dass mit dem Bau des Hotels ein weiterer Schritt zur Umsetzung der städtebaulichen Zielsetzungen realisiert werde, um die aufstrebende Ostseite von Ohligs künftig noch besser mit dem Stadtteilzentrum rund um die Düsseldorfer Straße zu verknüpfen: „Es liegt ein rechtsgültiger Bebauungsplan vor, den die Stadt Solingen in enger Abstimmung mit den bisherigen Grundstückseigentümern sowie mit den Investoren aufgestellt hat. Auf dieser Grundlage können jetzt zügig die nächsten Schritte eingeleitet werden. Ich gehe davon aus, dass wir im zweiten Quartal den Bauantrag erhalten und dann die Baugenehmigung erteilen können.".

Bauzeit: 15 Monate, 20 Mio. Euro Investitionen

Die Investoren planen mit einer Bauzeit von 15 Monaten und einem Investitionsvolumen von circa 20 Millionen Euro. Der Hotelbetrieb soll voraussichtlich Mitte 2021 starten. Die Stadt Solingen hat zur Absicherung ihrer Interessen in Abstimmung mit den Grundstückseigentümern sowie mit den Investoren einen städtebaulichen Vertrag mit der „Hotelprojekt Solingen GmbH“ geschlossen.
Sie beabsichtigt ins Umfeld des künftigen Hotels Geld investieren, das sie aus dem Städtebauförderungs-Programm des Landes erhält. Dazu gehört die Erneuerung des östlichen Tunnelzugangs einschließlich der Treppe und des Aufzugs. Auch eine gesicherte Fahrradabstellanlage für Bahn-Pendler wird entstehen. Zudem ist geplant, den Vorplatz (Sauerbrey- / Steinstraße) neu zu gestalten.

(Liane Rapp)


 


 

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