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Jobcenter Wuppertal

Neue Wege in alter Fabrik

Mitten im sozialen Brennpunkt Schwarzbach entsteht auf 3000 Quadratmetern ein Jobcenter und Stadtteilzentrum. Jobcenter-Vorstand Thomas Lenz sieht große Chancen für das Quartier

Am Arrenberg in Elberfeld wird es mit „arriba“ seit einem Dreivierteljahr vorgemacht, und auch das Team START.KLAR am Standort Werth zeigt neue Ansatzpunkte in der Verwaltungsarbeit. „Die Menschen, die dorthin kommen, haben Probleme genug“, weiß Thomas Lenz, Vorstandsvorsitzender des Wuppertaler Jobcenters. „Zu unserer Philosophie gehört es, diesen Menschen mit Wertschätzung zu begegnen. Und dazu gehören auch ansprechend gestaltete Räume, die nichts mit dem üblichen Behördencharakter gemein haben und die somit auch Berührungsängste abbauen.“ Zum Konzept gehört aber auch, den überwiegend jungen Leuten Hilfestellung bei der Selbstorganisation zu geben. Zudem arbeitet man z. B. bei „arriba“ am Arrenberg stark stadtteilorientiert. „Das niederschwellige Angebot ermöglicht es den Menschen, mit ihren Anliegen einfach vorbeizukommen“, so Thomas Lenz, der gerne noch mehr Initiative seitens der Arbeitgeber sähe. „Zwar haben 60 bis 70 Prozent der arriba-Kunden wieder einen Job, aber eine aktivere Beteiligung der Arbeitgeber hätte sicher noch eine bessere Quote zur Folge. Das muss gemeinsam gehen!“

Sozialer Brennpunkt im Umbruch

Mit diesem Ansatz wird nun auch das ganz aktuelle Projekt in Wuppertals Osten verfolgt. Hier entsteht bis November auf 3000 Quadratmetern in der ehemaligen Luhns-Fabrik ein neues Jobcenter und eben auch ein Stadtteilzentrum ähnlich dem am Arrenberg. „Zum einen ist unsere bisherige Geschäftsstelle einfach zu klein, zum anderen haben wir die Hoffnung, hier einen Stein ins Wasser zu werfen, der andere Unternehmen motiviert, diesen Schritt nachzutun.“ Mit „hier“ meint Thomas Lenz die Oberbarmer Schwarzbach, sozialer Brennpunkt ersten Grades. „Hier herrscht sicher eine ganz andere Sozialstruktur. Gerade deshalb muss ein Anfang gemacht werden.“ Der ist sicher auch mit der neuen direkten Anbindung an das Bergische Plateau gegeben. Oberhalb der alten Fabrik ist nämlich ein Umbruch des Quartiers am ehesten spürbar. Wo einst eine Schutthalde war, sind jetzt Wiesen, die Nordbahntrasse, eine Einfamilienhaussiedlung, ein Bolzplatz und Spielgeräte. „Und das dritte Obergeschoss unserer zukünftigen Geschäftsstelle wird einen direkten Zugang zum Plateau haben“, zeigt sich Thomas Lenz erfreut. Dass ganze Stadtteile positiv entwickelbar sind, haben in der Vergangenheit beispielsweise der Ostersbaum oder eben auch der Arrenberg gezeigt. Was es bedeuten kann, wenn ein Stadtteilzentrum mit einem niederschwelligen, stadtteilorientierten Angebot unterstützend vor Ort ist, wird sich ab Ende des Jahres in Oberbarmen zeigen.

(Jörg Degenkolb-Degerli)


 


 

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