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Best pratice aus Wuppertal

Das regionale Förderungsprogramm RWP für kleine und mittlere Unternehmen läuft 2020 aus. Unternehmen können ihre Chance jetzt noch nutzen.

Unternehmen aus dem Bergischen Städtedreieck, die sich noch um Zuschüsse für gewerbliche Investitionen bewerben möchten, sollten sschnell sein: Das Förderprogramm des Landes NRW läuft Ende 2020 aus. Seit fünf Jahren ist die Region Teil eines Förderprogrammes, das eine Weiterentwicklung der Wirtschaft unterstützt. Unter dem Titel „Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm“, kurz RWP, stellt das Land Geld für die Schaffung oder Sicherung von Arbeitsplätzen bereit. Im nächsten Jahr wird die Fördergebietskulisse neu definiert. Deshalb sollten sich interessierte Unternehmer noch zeitnah für Fördermittel bewerben.

In Wuppertal konnten seit Beginn des Programms über 20 Unternehmen unterstützt werden. Dabei wurden viele Arbeitsplätze gesichert und fast 200 neue Stellen geschaffen. Insgesamt flossen über vier Millionen Euro nicht rückzahlbarer Zuschüsse in Wuppertaler Unternehmen. 

Erfolgsbeispiel I: Die Heinz Berger Maschinenfabrik

Dass das Programm durchaus Vorteile bringt, zeigt das Beispiel der Heinz Berger Maschinenfabrik. Auf dem Gelände des Spezialisten für Schleif- und Poliertechnik standen bereits zwei voneinander getrennte Hallen. Dann wurde eine Million Euro in eine neue Halle investiert, die die alten Hallen verbindet. Diese dient nun als Logistikzentrum. Zehn Prozent der angefallenen Baukosten hat die Firma als Zuwendung erhalten. Für Geschäftsführer Dr. Andreas Groß war es eine wichtige Unterstützung für dieses Zukunftsprojekt: „Nur wenn man Platz hat, kann sich das Unternehmen auch weiterentwickeln.“ Dank dieser Investition entstanden viele neue Vollzeitstellen. Sogar mehr als ursprünglich geplant. Seit der Teilnahme am Förderprogramm wuchs das Unternehmen von 135 Mitarbeiter auf 160 Arbeitsplätze an. Darunter befinden sich 15 Auszubildende.

Ein Programm für KMU

Die Förderung von Investitionen ab 150.000 Euro richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, also Betriebe mit weniger als 250 Mitarbeitern und einem maximalen Jahresumsatz von 50 Millionen. Als förderbare Investitionen gelten unter anderem neue Sachanlagen wie Maschinen oder die Kosten für Baumaßnahmen. Aber auch immaterielle Güter, wie Patente oder Lizenzen, können dazu gehören. Zu den häufigsten Förderanlässen zählen zudem die Errichtung und die Erweiterung von Betriebsstätten. Auch die erstmalige Errichtung oder der Erwerb eigener Räumlichkeiten in der sind förderbare Investitionen.

Eine wesentliche Fördervoraussetzung sind die dabei entstehenden Arbeitsplatzeffekte. Im Programm werden zwei Vorhaben unterschieden: bei der Arbeitsplatz sichernde Maßnahme setzt eine Förderung voraus, dass das Unternehmen seinen Personalstamm um fünf Prozent aufstockt. Bei der Arbeitsplatz schaffenden Maßnahme um zehn Prozent.

Erfolgsbeispiel II: Koch Werkzeugbau

Im Fall von Koch Werkzeugbau wurde ebenfalls der Bau einer neuen Produktionshalle unterstützt. Damit baute sich das Unternehmen gleichzeitig ein zweites Standbein auf. Statt „nur“ Werkzeuge für Automobil-Zulieferer zu produzieren, werden am neuen Produktionsstandort selbst Designelemente und Zierleisten hergestellt, berichtet Geschäftsführer Benjamin Koch. Statt der geplanten fünf bis sechs neuen Arbeitsplätze konnten sogar über 25 neue Stellen geschaffen werden. Dafür bekam die Firma auch die volle Fördersumme von 20 Prozent beziehungsweise 160 000 Euro. Für Angelika Koch, Personal-Managerin und Buchhalterin, hat sich die Teilnahme am Förderprogramm gelohnt: „Wir hatten sonst nie die Gelegenheit an einem Förderprogramm teilzunehmen. Unsere Firma war immer zu klein, sodass die Programme für uns nicht infrage kamen. Und wenn man die Gelegenheit dazu hat, sollte man die Chance auf jeden Fall nutzen“.

Ein Aufwand, der sich lohnt

Trotz strenger Kriterien und Auflagen lohnt sich das Programm, bestätigt auch Dr. Andreas Groß von der Heinz Berger Maschinenfabrik: "Das war der erste Zuschuss, den wir je bekommen haben. Wir hatten dadurch natürlich einen finanziellen Vorteil. Als kleines Unternehmen sind wir es nicht gewohnt, gefördert zu werden. Besonders zu schätzen wissen wir den geringen bürokratischen Aufwand. Die Antragsstellung hat uns von der Verwaltung her nur wenige Tage gekostet. Das verlief alles recht unproblematisch."

Wer sich ebenfalls noch für das Förderprogramm bewerben möchte, bevor dieses ausläuft, der findet alle Informationen und Anträge auf der Internetseite der NRW.Bank. Bei Fragen berät auch die Wirtschaftsförderung gerne und prüft vorab, ob das Unternehmen für die Förderung infrage kommt. Auch bei einem gemeinsamen Termin mit der NRW.BANK vor Ort können Fragen rund um das Programm und zur Antragstellung erläutert werden.

Kontakt
Wirtschaftsförderung Wuppertal, Necla Gündüz, Telefon: 0202 24807-13, e-Mail: [email protected]
Weitere Infos unter www.nrwbank.de.

(Liane Rapp)


 


 

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