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Kunstmäzenatentum

Solinger "Zentrum für verfolgte Künste" erhält großzügiges Geschenk

Vom 27. Februar bis 13. März werden 25 Werke des vor den Nazis geflohenen Künstlers Eric Isenburger „außer der Reihe“ gezeigt.

Einen Etat für neue Kunstwerke gibt es weder im Kunstmuseum Solingen noch im dortigen "Zentrum für verfolgte Künste". Dennoch ist es in den letzten Jahren gelungen, über eintausend neue Kunstwerke für das Zentrum zu erwerben. Einen bedeutenden Anteil daran hat die „Bürgerstiftung für verfolgte Künste – Else-Lasker-Schüler-Zentrum – Kunstsammlung Gerhard Schneider“. Diese Stiftung riefen engagierte Solinger Bürger ins Leben, die sich mit dem Sammler Dr. Schneider ein gemeinsames Ziel setzten: die Werke verfolgter Künstlerinnen und Künstler zu sichern und sichtbar zu machen. Später beteiligte sich auch der Landschaftsverband Rheinland mit einer namhaften Zustiftung. „Jetzt hat einer dieser Solinger Bürger der Stiftung und damit dem Zentrum zu einer weiteren Attraktion verholfen“, teilt Museums-Direktor Dr. Rolf Jessewitsch mit.

Mit der Ausstellung „Von Frankfurt nach New York - Eric und Jula Isenburger“, vom Zentrum vorbereitet und 2017/18 in Frankfurt, Bayreuth (zur Festspielzeit) und Solingen gezeigt, konnte die Eric Isenburger-Gesellschaft in Neuburg an der Donau den vor den Nazis geflohenen Maler Eric Isenburger wieder in die deutsche Kunstgeschichtsschreibung integrieren. Die Gesellschaft sah ihre Aufgabe erfüllt und löste sich auf. „Ihre Bilder erwarb nun der Solinger Bürger – um sie umgehend in die Bürgerstiftung einzubringen. Ein wahrhaft großzügiges Geschenk!“, so Dr. Rolf Jessewitsch hoch erfreut.

Es handelt sich um 25 Werke: vom Bühnenbildentwurf über Aquarelle bis hin zu Porträts des Kunsthändlers Wolfgang Gurlitt und des Kunstkritikers Paul Westheim. Dabei sind also auch Bilder, mit denen Eric Isenburger in Berlin 1932 bis Ende Januar 1933 große Erfolge feierte. Auch Albert Einstein und Marlene Dietrich hatten sich für Porträtaufträge an ihn gewandt. Zur Verwirklichung kam es nicht mehr, der Künstler und seine Frau mussten über Nacht aus Deutschland flüchten.

Die erworbenen Bilder zeigt das Zentrum für verfolgte Künste „außer der Reihe“ vom 27. Februar bis zum 13. März 2019 im Ratssaal des Kunstmuseums Solingen. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Ein Katalog zur Ausstellung und zum Leben von Eric und Jula Isenburger ist im Museumsshop erhältlich.

Zentrum für verfolgte Künste (im Kunstmuseum Solingen), Wuppertaler Str. 160, 42653 Solingen

(Liane Rapp)


 


 

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