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TV-Star Nina Hoger als kunstseidenes Mädchen

Heute Abend, am 28. Juni im Solinger "Zentrum für verfolgte Künste": „Nach Mitternacht“ – Literarische Revue zu Irmgard Keun und Mascha Kaléko

Im Kunstmuseum / "Zentrum für verfolgte Künste" in Solingen-Gräfrath ist immer was los.

Heute Abend (ab 18.30 Uhr) spielt die literaturbegeisterte Schauspielerin Nina Hoger in der Revue „Nach Mitternacht“ die Irmgard Keun und liest unter anderem aus dem wohl bekanntesten Roman der Kölner Schriftstellerin „Das kunstseidene Mädchen“. Damit schlüpft der TV-Star in die Rolle des kunstseidenen Mädchens Doris. Doris, das deutsche "materialgirl" der 1930er-Jahre, tut alles dafür, um einmal auf dem Parkett glänzen können und gesellschaftlich ganz oben anzukommen.

Der Roman machte Keun über Nacht zu einem Shooting-Star der deutschen Literatur. Wie auch die Lyrikerin Mascha Kaléko (geboren am 7.6.1907 in Polen, gestorben am 21.1.1975 in Zürich) prägte Keun einen völlig neuen Stil in der Literatur: perlend wie Champagner, leicht zu verstehen für jedermann und zugleich mit analytischem Blick auf das Seelenleben der Menschen der am Abgrund taumelnden Weimarer Republik.

Literatur, Männer und Liebe

„In der Revue gehe ich von der Fiktion aus, was diese beiden außergewöhnlichen Frauen und Schriftstellerinnen sich im Berlin der Wirtschaftswunderjahre rückblickend wohl zu sagen gehabt hätten: über Literatur, Männer und Liebe“, sagt Heiner Bontrup, Autor der literarischen Revue. Neben den literarischen Texten spielt auch die Musik eine wichtige Rolle. Der Bogen spannt sich von den
Goldberg-Variationen Bachs über französische Chansons bis hin zu Vertonungen von Gedichten Mascha Kalékos. „Es ist faszinierend, wie zeitgemäß die Gedichte von Kaléko im Jazzgewand daherkommen“, so Bontrup. Die Chansons werden von der Kölner Schauspielerin und stimmgewaltigen Diseuse Margaux Kier dargeboten.

Literarisches Gespräch mit Irmgard Keun-Experten

Vor der literarischen Revue findet ein literarisches Gespräch über Irmgard Keun statt. Heiner Bontrup trifft auf den mehrfach ausgezeichneten Literaturprofessor Heinrich Detering, der das Gesamtwerk der Autorin im Wallstein Verlag herausgegeben und viele ihrer verschollenen Texte wiederentdeckt hat. Der Herausgeber war bis vor Kurzem Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er gehört zu den ersten Stipendiaten im Thomas-Mann-Haus in Los Angeles.

Restkarten gibt es noch an der Abendkasse: 

Zentrum für verfolgte Künste / Center for Persecuted Arts
im Kunstmuseum Solingen
Wuppertaler Str. 160
42653 Solingen, Tel. 0212 258 140

www.verfolgte-kuenste.de

(Liane Rapp)


 


 

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