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Leuchtturmprojekt

Neues Architekturbüro soll Planungssicherheit bringen

Die Eröffnung des Galileum Solingen rückt laut den Verantwortlichen der Walter-Horn-Gesellschaft in greifbare Nähe.

„Der Bau geht aktuell gut voran und lässt mittlerweile die Hoffnung zu, dass wir im Spätsommer einen Eröffnungstermin nennen können, vermutlich für die Zeit rund um Ostern 2019 herum“, erklärt Dr. Frank Lungenstraß, Geschäftsführer der Walter-Horn-Gesellschaft e. V., zumn Baufortschritt des Galileums. Seit Schließung der Sternwarte Ende April hat er den Bau mit seinem Team noch besser im Blick, da die Ehrenamtler die Arbeit des Vereins und den Bau des Galileums aus einem Bürocontainer auf der Baustelle beobachten können. Er geht davon aus, dass der Verein den Neubau neben dem Gasbehälter noch 2018 wenigstens teilweise beziehen kann und die Arbeiten im Gasbehälter selbst im zeitigen Frühjahr abgeschlossen werden können.

Arbeiten auf der Baustelle laufen unter neuer Federführung

Die Zusammenarbeit zwischen der Walter-Horn-Gesellschaft e. V. und den bisher planenden und bauleitenden Architekten wurde zu Ende Juli in beiderseitigem Einvernehmen beendet. Nun sollen die Arbeiten nahtlos vom Architekturbüro Ulrich Schlüter mit Sitz in Köln weiter verfolgt und zu Ende gebracht werden. Im Augenblick nähern sich die Arbeiten am Innenputz der Fertigstellung, der Trockenbau steht in den Startlöchern. Schon jetzt ist der Schriftzug „Galileum Solingen“ zu zwei Seiten sichtbar, nachts auch bereits angeleuchtet. Zudem laufen die Arbeiten für den ersten Abschnitt der Außenanlagen, bei denen der bisher unterirdisch verlaufende Suppenheider Bach ein neues Bachbett auf dem Gelände des Galileums erhält. Der aktuelle Baufortschritt kann laufend im Bautagebuch auf der Website des Galileums verfolgt werden – dort sind auch zwei Webcams zu finden, die aktuelle Bilder von der Baustelle liefern.

Seit Schließung der Sternwarte gibt es keine öffentlichen Veranstaltungen mehr – das Team arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, dem Publikum zur und auch schon vor der Eröffnung des Galileums ein umfangreiches Programm zu bieten: Für das kommende Winterhalbjahr sind in unmittelbarer Nähe zum Galileum astronomische Fachvorträge geplant. Das Programm wird in Kürze unter www.galileum-solingen.de veröffentlicht.

Zudem werden die Vereinsmitglieder unmittelbar nach dem Einzug mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion mit der Erstellung eigener Elemente für das Planetariumsprogramm beginnen. Für die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder allein ist dies eine Mammutaufgabe, weshalb sich derzeit die Gespräche zur Besetzung einer Mitarbeiterstelle auf der Zielgeraden befinden. Darüber hinaus benötigt das Galileum ehrenamtliche Helfer und Personal auf Honorar- bzw. Minijob-Basis. Die Ausgestaltung dieser Stellen wird derzeit erarbeitet, die konkrete Suche nach geeigneten Mitarbeitern startet voraussichtlich im Herbst.

Was ist das Galileum Solingen?

Mit dem Galileum Solingen entsteht derzeit im stillgelegten Kugelgasbehälter in Solingen-Ohligs eine interaktive Erlebniswelt aus Planetarium und Sternwarte. Im Planetarium wird der Sternenhimmel unabhängig von Tageszeit, Wetter und allen Umweltbedingungen live in die Kuppel projiziert, in der Sternwarte können kleine und große Besucher in klaren Nächten den Sternenhimmel erkunden. Die Gesamtkosten für den Bau des Galileum Solingen werden voraussichtlich rund 7,5 Millionen Euro betragen. Der Großteil davon, nämlich knapp 5 Millionen Euro, wird durch Städtebauförderungs-mittel des Landes NRW finanziert. Einen weiteren Teil bestreitet die Walter-Horn-Gesellschaft e. V. aus Spenden und Einnahmen aus Sponsoring-Maßnahmen. Anfang 2019 soll das Galileum Solingen eröffnen.

(Liane Rapp)


 


 

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