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Das Rheinland als Spiegelbild der Weltwirtschaft

Wirtschaftlich wird das Rheinland immer internationaler. Nach der jüngsten Erhebung der verbündeten Industrie- und Handelskammern der Metropolregion agieren hier mehr als 60.000 Unternehmen aus über 160 Ländern. Tendenz steigend.

Über 15.000 der ausländischen Unternehmen sind im Handelsregister eingetragen. Führender Partner sind dabei die Niederlande (2999 Unternehmen). Auf den Plätzen folgen "Greater China" (inklusive Hongkong und Taiwan) mit 1431 Unternehmen, die USA (1259), Großbritannien (1116) und die Schweiz (1083). Diese fünf Länder stellen mehr als die Hälfte der Auslandsfirmen im Rheinland. Seit 2016 ist die Zahl der Unternehmen um 16 Prozent gestiegen.

Beachtlich auch die Kleingewerbetreibenden, die zwar IHK-Mitglied sind, aber nicht im Handelsregister auftauchen: Über 45.000 Firmen mit ausländischen Besitzern sind in der Metropolregion ansässig - und das noch ohne die Kleinunternehmen aus dem Handwerksbereich, die nicht Mitglied in einer IHK sind. Polnische und türkische Unternehmensgründer führen hier die "Tabelle" mit jeweils über 8000  Firmen an. Es folgen mit deutlichem Abstand Italien, Rumänien und Griechenland.

Handel, Baugewerbe und Gastgewerbe sind die führenden Branchen bei den kleinen Unternehmen.

Vorreiter der "rheinischen Globalisierung" ist der IHK-Bezirk Düsseldorf, zu dem die Landeshauptstadt und der Kreis Mettmann zählen. Hier sind 5034 Firmen ansässig, die im Handelsregistert eingetragen sind - ein Dittel der Gesamtzahl in der Metropolregion.

Boomendes Reich der Mitte

Allein 628 der Unternehmen haben ihren Ursprung in China; ihre Zahl hat sich seit 2011 versechsfacht, das Reich der Mitte hat somit auch am Rhein zum großen Sprung angesetzt. Greater China ist damit Spitzenreiter im IHK-Bezirk und verweist die Niederlande, die USA und Großbritannien auf die Plätze. Japan platziert sich mit 268 Unternehmen auf Rang 7.

Wie die internationale Politik die rheinisches Globalisierung aktuell beeinflusst, zeigen zwei Einzelentwicklungen:

  • Die Zahl der britischen Unternehmen in der Region ist sein 2016 überproportional (um 21 Prozent) gestiegen - die IHK-Experten führen dies auf die Brexit-Verunsicherung zurück.
  • Beim Firmenzuzug der Türkei wird im gleichen Zeitraum ein zuzug von 50 Prozent registriert - mutmaßlich auch Folge der innenpolitischen Lage am Bosporus.

Fazit der aktuellen Kammer-Erhebung: Mittlerweile sind über elf Prozent der Mitgliedsunternehmen ausländisch geprägt. Entweder durch ausländisches Mehrheitskapital oder durch ausländische Inhaber.

Zur IHK Initiative Rheinland haben sich sieben Kammern zwischen Eifel, Niederrhein und Bergischem Land zusammengtan (siehe Grafik). Kern ist die Rheinschiene von Bonn über Köln, Düsseldorf und Duisburg bis zum Kreis Kleve und der Grenze zu den Niederlanden.

(Redaktion)


 


 

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